Die Jugendfeuerwehren des Landkreises Haßberge sind sehr aktiv, wie am Sonntag bei der Jahresversammlung im Ostheimer Kindergarten zu erfahren war. Kreisbrandrat Ralf Dressel berichtete dabei, dass bei ihm im vergangenen Jahr 755 Jugendfeuerwehrleute gemeldet waren, die in 34 Gruppen aktiv sind. Zuletzt ging die Zahl auf 693 Jugendliche zurück. Darunter befinden sich 191 Mädchen.
Für Dressel ist die Schule die beste Plattform für die örtlichen Wehren, um die Feuerwehr vorzustellen und für Nachwuchs zu werben.

Landrat Wilhelm Schneider (CSU) sagte, die Arbeit in der Kreisjugendfeuerwehr sei keine Selbstverständlichkeit, weil die Jugendlichen und ihre Betreuer einen großen Teil ihrer Freizeit opfern und vorbildlichen Einsatz zeigen. Darauf seien die Bürger des Landkreises angewiesen. Man könne gar nicht früh genug mit Üben und einer gründlichen Schulung beginnen, meinte Landrat Schneider.


Feste Einrichtung

Bürgermeister Wolfgang Borst (CSU) aus Hofheim bezog sein Grußwort besonders auf das immer wiederkehrende Jugendzeltlager im Hofheimer Stadtteil Sulzbach, welches ein fester Bestandteil im Jahresablauf sei.
Den Feuerwehrnachwuchs im Landkreis und den Kommunen bezeichnete das Stadtoberhaupt als sehr wichtig, denn ohne die Feuerwehren könnte man die Feuersicherheit in den Kommunen nicht gewährleisten.
Kreisjugendwart Johannes Krines oblag es, die Ereignisse im Jahresablauf 2015 anhand einer Präsentation aufzuzeigen. Neben der Ausbildung komme bei der Kreisjugendfeuerwehr auch die Geselligkeit nicht zu kurz. Dazu gehörten unter anderem ein Ausflug ins Erlebnisbergwerk Glückauf in Sondershausen in Thüringen, die Blaulichtparty in Unterpreppach, ein Fußballturnier und besonders das 19. Kreisjugendzeltlager in Sulzbach. Dieses Jahr warten wieder viele Veranstaltungen auf die Jugendlichen.
KBM Andreas Franz, für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig, berichtete über die neue Homepage, auf der 3000 Bilder von den Ereignissen festgehalten worden seien.


40 Gruppen

Fachbereichsleiter EDV, Johannes Schobig, zeigte anhand von Tabellen auf, dass in 40 Jugendgruppen bei der Feuerwehr 344 Jungen und 159 Mädchen tätig sind. Den Wissenstest legten 232 junge Feuerwehrleute ab. Bei Gruppenstunden wurden im vergangenen Jahr 3729 Stunden, beim Zeltlager 222 Stunden und durch Jugendwarte und Helfer 6356 Stunden aufgewendet, führte er weiter aus.

Johannes Krines berichtete über die Planung für dieses Jahr. Von Ermershausen aus ist eine Fahrt zur ehemaligen DDR-Grenze und zum Grenzlandmuseum in Gompertshausen vorgesehen. Der Tag soll auf den Zeilberg bei Maroldsweisach abgeschlossen werden. Der Jahresausflug führt ins Lego-Land, und in Sulzbach wird wieder das Jugendzeltlager durchgeführt.

Eine Orientierungsfahrt, ein Jugendforum und Wissenstests sowie sportliche und kulturelle Veranstaltungen werden das Jahresprogramm abrunden. Dieses Jahr wird Haßfurt Austragungsort der Herbsttagung der Jugendfeuerwehr Unterfranken sein.