Die Stadtpfarrkirche als Kulturtempel. Nach der erfolgreichen Premiere des Rückert-Ensembles im zu Ende gehenden Jahr finden die Klassik-Musiktage Ebern erneut vom 21. bis 23. September 2018 in St. Laurentius statt. Als musikalischer Leiter fungiert wieder Professor Peter Rosenberg, bekannt als Erster Geiger der Bamberger Symphoniker. Er baut dabei auf die Unterstützung von Sohn Johannes, der bei der Premiere in Ebern mit einer brillanten Darbietung beeindruckte und nach seinem Abitur in Bamberg mittlerweile ein Musikstudium für Violine an der Universität der Künste in Berlin begonnen hat.

Für die Organisation vor Ort zeichnet wieder Barbara Gemeinhardt verantwortlich, die zur Auftaktveranstaltung ein rundum positives Fazit zieht. "Wir waren sehr, sehr zufrieden. Die Besucherzahlen hatten sich von Tag zu Tag gesteigert und am Sonntag war das wirklich grandios. Es
kamen Besucher aus Bamberg, Coburg und Schweinfurt, die vom Ambiente begeistert waren."

Und weil es auch viele Klassikfreunde gab, die an allen drei Abenden dabei waren, wird es 2018 ein vergünstigtes Dreier-Paketangebot geben. Der Vorverkauf beginnt zu Pfingsten.
Geschäftsführerin Gemeinhardt: "Wir haben beim ersten Anlauf zwar kein finanzielles Polster gebildet, aber gut gewirtschaftet und alle Musiker bezahlt und ein besonderes Niveau geboten, das wir noch eine Stufe höher heben wollen."

Dazu gebe es die Bereitschaft aller bisheriger Sponsoren zur Unterstützung, wobei einige ihr Engagement sogar ausweiten. Und es kommen auch neue hinzu, wie seit Freitag feststeht.
"Auch die Stadtpfarrkirche steht uns wieder zur Verfügung. Auch die Situation mit Licht und Wärme wird verbessert", freut sich Gemeinhardt, die in den Pausen wieder auf die Unterstützung von Sibylle Burkhardt von der Weinpassage bauen darf. "Das war echt gehobenes Niveau", pflichtet Johannes Rosenberg (18) aufgrund seiner Beobachtungen bei.

Zwei "rote Fäden" sieht Peter Rosenberg in dem Programm, das er zusammengestellt hat: Erneut kommen Rückert-Vertonungen von Mahler zum Vortrag und ein Streich-Sextett steht im Mittelpunkt. "Das ist die maximale Ausdehnung eines Streicher-Ensembles."

Bei den Rückert-Vertonungen sind es nach den Kindertotenliedern "nur" Rückert-Lieder in loser Reihenfolge. "Mit Frauenstimme und das Original für Klavier für ein Streichquartett bearbeitet. Das ist eine andere Geschichte, wunderbare Lieder, die in die Tiefe gehen. Die Totenlieder haben einige Leute doch sehr belastet."

Die Musiker des Ensembles werden nicht mehr mit der Gruppe aus Südtirol identisch sein. "Aber mein Sohn hat einen lebenslangen Vertrag", gibt Peter Rosenberg sein Vermächtnis schon weiter. Was wohl frühzeitig anfing: Johannes spielt seit dem vierten Lebensjahr Violine.

Das Programm
Freitag, 21. September:
Brahms: Klarinettenquintett h-moll op.11
Streichsextett nr. 2 in G-Dur op. 36

Samstag, 22. September:
Strauß: Streichsextett aus "Carpriccio" op 85
Mahler: Rückert-Lieder in einer Bearbeitung für Frauenstimme und Streichquartett
Tschaikowsky: "Souvenir de Florence" op 70 für Streichsextett

Sonntag, 23. September:
Schönberg: Verklärte Nacht op für Streichsextett
Schubert: Streichquintett C-Dur, D 956