Kreisrat Günther Geiling als Vertreter von Landrat Rudolf Handwerker, Kreisbrandrat Ralf Dressel, Kreisbrandinspektor Peter Pfaff und Kreisbrandmeister Martin Volpert sowie Bürgermeister Erich Stubenrauch würdigten den Einsatz der Feuerwehrleute. Stubenrauch unterstrich: "Ein Feuerwehrmann, respektive -frau, gehört niemals zu den Pessimisten oder Schwarzsehern, von denen haben wir genug. Sie sagen nicht: Man müsste, sondern ihr Motto lautet: Wir tun was!"

Günther Geiling bezeichnete die Königsberger Feuerwehr als ein Paradebeispiel für bürgerschaftliches Engagement und einen Garant für die Sicherheit. Er stellte klar, dass es für die Kommunen und den Landkreis immer schwerer werde, durch die Vielzahl neuer Aufgaben, die auf die Feuerwehren zugekommen sind, die Leistungsfähigkeiten der Wehren auf hohem Niveau zu halten und sogar zu verbessern. Die Feuerwehr Königsberg sah Geiling als fest in der Heimat verwurzelt. "Das heißt, sie gehört ganz selbstverständlich zum Leben in dieser Stadt dazu".

Ausgezeichnete Jugendarbeit

Geiling lobte auch die hervorragende Jugendarbeit, die bei der Feuerwehr in Königsberg geleistet wird, und stellte heraus, dass die zehn Feuerwehren in Königsberg mit ihren 277 Aktiven, darunter 44 Frauen, mit ihren durchschnittlich 50 Einsätzen im Jahr ein wichtiges Rückgrat des Brand- und Katastrophenschutzes im Landkreis Haßberge seien.

Dies werde auch durch den Zeitaufwand erreicht, sagte Geiling und würdigte die rund 1200 Stunden im Jahr. Geilings Wunsch an die Jubelfeuerwehr: "Dass sie auch in den nächsten 150 Jahren kameradschaftlich zusammensteht. Denn nur so können die vielfältigen Aufgaben bewältigt werden - die Opferbereitschaft, Mut, Entschlossenheit und Verantwortungsfreude verlangen!"

Kreisbrandrat Ralf Dressel sah in den 150 Jahren Freiwillige Feuerwehr Königsberg die Bereitschaft vieler Bürger, ihre privaten Interessen zurück- und sich in den Dienst einer öffentlichen Aufgabe zu stellen. Er fügte hinzu: "Diese Freiwilligkeit im Feuerwehrdienst zu erhalten, muss unsere Aufgabe für die nächsten Jahre und die Zukunft sein!"

Nur in der Gemeinschaft erfolgreich

Den größten Schwerpunkt in den nächsten Monaten für die Feuerwehrführung und die politischen Verantwortlichen sah er neben der Anpassung der Ausrüstung und Fahrzeugtechnik vor allem darin, die Feuerwehren aus den Stadtteilen stärker einzubinden, Ausbildungs- und Einsatzkonzepte zu entwickeln und die Ortsfeuerwehren mobil zu machen und auszurüsten, "denn nur in der Gemeinschaft sind und bleiben die Feuerwehren erfolgreich".

Zum Ende blickte Kommandant Peter Schüler in die Chronik und ließ 150 Jahre Freiwillige Feuerwehr in Königsberg Revue passieren. Er endete mit einem Bericht des Herzoglichen Sächsischen Staatsministeriums an die Stadt Königsberg in Franken 1904. Der zeigte anschaulich, welche Wandlungen sich in eineinhalb Jahrhunderten vollzogen haben.

Einen großen Teil zum Gelingen des Abends trug der Posaunenchor Königsberg unter Leitung von Wolfgang Fischer bei, der mit passenden Musikstücken für Auflockerung sorgte.

Stadtfeuerwehrtag

Zum Jubiläum fand der Stadtfeuerwehrtag mit einer Schauübung diesmal in der Königsberger Altstadt statt. Alle Feuerwehren aus dem Ober- und Unterland rückten an.

Das angedachte Brandobjekt war die ehemalige Neuapostolische Kirche am Salzmarkt in der Altstadt, die es zu "löschen" galt. Schon kurz nach der Alarmierung traf das Löschfahrzeug der Königsberger Feuerwehr am "Brandort" ein. Schnell waren die Löschschläuche an die Hydranten angeschlossen und aus mehreren Strahlrohren begann unter den Augen vieler Zuschauer die ebenerdige Brandbekämpfung.

Nicht lange dauerte es, und die "Löschversuche" konnten auch von einem Hubsteiger der Werkfeuerwehr "Fränkische" aus beginnen. Zudem standen schnell auch einige Atemschutzträger für ihren Einsatz bereit.

Inzwischen war von den kleineren Wehren aus dem Stadtgebiet in guter Zusammenarbeit auch eine lange Schlauchleitung vom Löschweiher am Bleichdamm bis zum Salzmarkt verlegt worden, um für die Brandbekämpfung genügend Löschwasser vor Ort zu haben.

Aufmerksame Beobachter der Übung waren neben Bürgermeister Erich Stubenrauch auch Kreisbrandrat Ralf Dressel und der für Königsberg zuständige Kreisbrandinspektor Peter Pfaff aus Zeil, der sich mit dem Zusammenwirken der beiden großen Feuerwehren aus Königsberg und dem Unternehmen Fränkische Rohrwerke mit den kleineren Wehren aus den Stadtteilen zufrieden zeigte. Auch Bürgermeister Erich Stubenrauch konnte befriedigt feststellen, dass auch bei einem Brand in der historischen Altstadt von Königsberg ein schnelles Eingreifen der Feuerwehren gewährleistet ist.