"Des Abends, wenn es sechsa schlägt, sind zum Feierabend mir bewegt. Dann marschieren wir ins Städtchen, treffen viele schöne Mädchen. Da wird getanzt die ganze Nacht, bis das Geld is durchgebracht", heißt es im "Flößerlied" der Limbacher, das am Freitag, 10. August, zu Beginn des Flößerfestes angestimmt wird. Am Samstag und Sonntag wird ebenfalls gefeiert.

Seit langer Zeit dient der Main den Flößern aus dem Frankenwald als Handelsstraße. Vom Mittelalter bis in die 1950er Jahre wurden Hölzer der unterschiedlichsten Art und Größe aus dem Frankenwald und dem Fichtelgebirge teilweise bis nach Rotterdam transportiert. Urkundlich erwähnt wurde die Flößerei auf dem Main erstmals im Jahr 1386. Der Höhepunkt wurde Anfang des 20. Jahrhunderts erreicht, wo in Wertheim etwa 1400 bis 1800 Flöße jährlich gezählt wurden.

Wie man der Ortsgeschichte entnehmen kann, entwickelte sich auch Limbach zu einem Dorf der Flößer. Die Einwohner, die vorher überwiegend mit Landwirtschaft und Viehzucht beschäftigt waren, betrieben zunehmend Mainschifferei und Holzhandel oder verdingten sich als Knechte auf größeren Schiffen. Im Jahr 1840 hat es im Landkreis Haßfurt Floß-Lagerplätze in Dippach, Stettfeld, Eschenbach, Eltmann, Sand, Knetzgau, Augsfeld, Haßfurt, Wülflingen, Wonfurt und Untertheres gegeben. 1846 wurde auch in Zeil eine Lände errichtet. Nach den Aufzeichnungen des Zeiler Historikers Ludwig Leisentritt wurden im Jahr 1892 allein in Eltmann 62 000 Tonnen Holz zusammengestellt. 1905 gab es im einstigen Hauptspannplatz noch 23 Flößer. Nach den Zeiler Kirchenrechnungen brachten vor allem Flößer aus Kronach, Steinwiesen, Wallenfels, Neusig und Zeyern geschnittenes Holz und Schiefersteine nach Zeil.

In Eltmann wurde das letzte Floß 1955 zusammengestellt. Die mangelnde Strömung, hohe Kosten für Löhne und Schleppkähne sowie lange Wartezeiten vor den Staustufen machten die Flößerei zunehmend unrentabler. Die Flößerei wurde meist in Partien durchgeführt, die aus bis zu sechs Flößen mit je neun Metern Breite und einer Länge von 120 Metern bestanden. Ein derartig großes Floß hatte auch Platz für eine Feuerstelle und eine Holzhütte zum Schlafen. Auf dem Festplatz ist auch heute noch ein solches Floß zu sehen.

Das Flößerhandwerk (mit Flößen) und vor allem das Triften (Fahren auf freischwimmenden Holzstämmen) war oftmals eine harte Knochenarbeit. Viel Mühe ist auch beim Flößerfest in Limbach erforderlich. Es bedarf vieler Helfer, um ein solches dreitägiges Fest zu organisieren.