Für den Landkreis Haßberge war 2012 laut Handwerker "ein bewegtes Jahr, verbunden mit vielen neuen, wichtigen Weichenstellungen". Dank vieler Investitionen sieht er den Landkreis auf dem Gebiet Bildung, Krankenhäuser, Naturschutz, Tourismus und Verkehrswege "gut vorangekommen".

Das gute Abschneiden im Deutschen Lernatlas 2011 zeigt nach seiner Ansicht, "dass wir mit vielfachen Investitionen für modernes Lernen und Lehren die richtigen Rahmenbedingungen im Bereich der Bildung gesetzt haben. Um die Bildungsqualität in unserer Region noch weiter zu verbessern, beteiligt sich der Landkreis an der Initiative des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus und bewirbt sich um das Gütesiegel ,Bildungsregionen in Bayern", schreibt Handwerker in seinem Neujahrsgruß. Ziel dabei sei es, die Zukunft der jungen Menschen in der Region mit einem passgenauen Bildungsangebot zu sichern.

Über 50 Millionen Euro für die Schulen

Weiter zur Bildung: Viele der Schulhäuser im Landkreis aus den 60er und 70er Jahren seien jetzt reif für eine Generalsanierung. "Über 50 Millionen Euro werden wir in den nächsten Jahren in unsere Schulen stecken: ins Haßfurter Schulzentrum, ins Eberner Gymnasium, in die Realschule Eltmann und in die Heinrich-Thein-Schule in Haßfurt. Unser wichtigstes Gut sind die Begabungen unserer Kinder. Deshalb ist jeder Euro für die Jugend und für die Bildung eigentlich kein Aufwand, sondern eine Investition in die Zukunftsfähigkeit unserer Region."
Als eine "Herausforderung in der politischen Arbeit des Kreistages" wertet der Landrat die Entscheidung über die Zukunft des Eberner Hallenbades. Nunmehr stehe fest, dass der Landkreis in Kooperation mit der Stadt Ebern am alten Standort eine neue Schwimmhalle errichte, die vor allem auf den schulischen Bedarf ausgerichtet sein werde. Gleichzeitig solle wie bisher eine öffentliche Nutzung möglich sein. "Zum jetzigen Zeitpunkt gehen wir davon aus, dass im Frühjahr 2014 mit den Bauarbeiten begonnen wird", erklärt der Landrat weiter.

Zukunftsprojekt Energiewende

Die Gestaltung der Energiewende zählt Rudolf Handwerker "zu den großen Zukunftsprojekten". Mit der Gründung der GUT (Gesellschaft zur Umsetzung erneuerbarer Technologienprojekte) als Ideenschmiede "haben wir den richtigen Weg eingeschlagen. Wir entwickeln gemeinsam mit den Städten und Gemeinden Konzepte, um vor Ort und mit regionaler Wertschöpfung eine nachhaltige Energieversorgung aus erneuerbaren Energien sicherzustellen." Mit der Gründung einer Investitions- und Betreibergesellschaft, die die Aufgabe hat, die Anlagen zur Erzeugung regenerativer Energien zu errichten und zu betreiben, habe der Landkreis den zweiten großen Schritt in Richtung "die Energiewende selbst gestalten" unternommen, meint der Landrat.

Er fasst zusammen: "Unser Landkreis ist attraktiv - wirtschaftlich, touristisch, in punkto Wohnen, Bildung, Kultur und sozialer Sicherheit. Gemeinsam, Kreis und Kommunen, werden wir unsere Stärken sichern und nötige Umbauten, wo immer es geht, zusammen organisieren. Wir müssen uns den Veränderungen durch den demografischen Wandel stellen. Wir wollen, dass sich alle Generationen in unserem Landkreis wohlfühlen und hier gerne leben."

Lob für die engagierten Bürger

Der Haßberg-Kreis hat nach der Überzeugung von Landrat Rudolf Handwerker Zukunft, weil die Politik wisse, dass hier aktive Bürger die Region stark machen. "Was wären wir ohne das Engagement von tausenden Menschen in unseren Vereinen, Hilfsorganisationen und Verbänden? Sie machen unser Gemeinwesen, unsere Demokratie, unseren Zusammenhalt, unsere Kultur und Struktur stark."

Handwerker sagt einen herzlichen Dank an die vielen Bürgerinnen und Bürger, die ehrenamtlich und selbstlos tätig sind. "Zu Beginn des neuen Jahres möchte ich Sie ermutigen, in Ihrem Einsatz nicht nachzulassen. Helfen Sie auch 2013 mit, damit der Landkreis Haßberge ein starkes Stück Heimat bleibt."