"Jobentdecker 2019" heißt ein Pilotprojekt, das heuer zum ersten Mal im Landkreis Haßberge getestet wird. Gefördert durch das Regionalmanagement und unter dem "Bildungsregion"-Label will der Landkreis neue Wege bei der Berufsorientierung sowie bei der Werbung als attraktive Lebens- und Arbeitsregion ausloten.

Startschuss ist gefallen

Der Startschuss fiel am Montagabend bei einem Empfang im Innenhof des Landratsamts Haßberge. Im Mittelpunkt standen die vier "Jobentdeckerinnen" Ann-Kathrin Heusinger aus Riedbach, Anna Reinhart aus Haßfurt, Jasmin Schneider aus Hofheim und Madleine Schor aus Ebelsbach. Als fünfte Bewerberin hatte sich Jule Scheuring aus Wonfurt per Videoeinspielung dazugeschaltet. Sie befindet sich momentan auf Studienfahrt in Griechenland.

15 Firmen haben sich bereiterklärt, den Jobentdeckern Einlass zu gewähren. Vom Handwerk über die Pflege bis hinzu zu IT und Naturwissenschaften ist ein breites Portfolio vertreten, das interessante Einblicke und spannende Berufsfelderkundungen für die Jobentdecker verspricht.

Die Bildungskoordinatorin Anja Güll und Sonja Gerstenkorn vom Regionalmanagement führten durch den Abend, an dem die Jobentdeckerinnen die Betriebe kennenlernten und umgekehrt. Eigentlich sollten drei Mädchen aus dem Bewerberkreis gekürt werden, um in den Sommerferien loszulegen. Da alle überzeugten und neugierig machten, entschlossen sich die Verantwortlichen kurzerhand, alle fünf auf die Reise zu schicken.

"Lust auf neue Perspektiven?"

Mit der Frage "Lust auf neue Perspektiven?" hatte der Landkreis junge Leute zu einer Entdeckungstour durch ihre Heimat eingeladen. Sie sollten die vielfältigen beruflichen Möglichkeiten im Landkreis erkunden, Erfahrungen für ihre eigene Berufswahl sammeln und ihre Erfahrungen mit der "Community" teilen und damit an andere Jugendliche weitergeben, erklärte Landrat Wilhelm Schneider. "Die digitalen Medien sind aus dem Leben vieler Menschen kaum mehr wegzudenken." Vor allem die jüngeren Generationen würde diese mehr als zuvor nutzen. Mit dem Pilotprojekt solle getestet werden, welche Reichweite die Jobentdecker generieren und ob es gelingt, auch andere Jugendliche, die vor der Berufswahl stehen, anzusprechen.

"Andere Leute neugierig zu machen", das ist die Intention der Jobentdeckerinnen, die sich in einer Fragerunde näher vorstellten. Aber auch die teilnehmenden Firmen wurden von Anja Güll und Sonja Gerstenkorn näher beleuchtet.

Online geht es weiter

Beim anschließenden Speeddating unter dem Motto "Jobentdecker meets Unternehmen" mit Vertretern von zehn Betrieben bestand die Gelegenheit, sich auszutauschen. In acht Runden zu jeweils fünf Minuten konnten sich beide Seiten beschnuppern und eventuell schon eine Vorauswahl treffen. Abschließend ließen die Jobentdeckerinnen anhand eines Rückmeldebogens mit den persönlichen "Top 3" das Speeddating Revue passieren.

In den nächsten Tagen findet das "finale Match" statt. Die Jobentdecker werden fleißig bloggen und auf Instagram posten, so dass möglichst viele ihre "Entdeckungen" und "Erfahrungen" miterleben können. Ende der Sommerferien wird Bilanz gezogen, dann wird man sehen, wie das Projekt gelaufen ist.