Die silberne Ehrennadel ist die höchste Auszeichnung, die der Kreisverband vergeben kann, wie die Partei mitteilte. Die CSU würdigte damit die großen Verdienste der beiden "Urgesteine der CSU".

Heinz Krönert aus Eltmann ist bereits mehr als 50 Jahre Mitglied der CSU. Er lenkte als Bürgermeister immerhin 24 Jahre die Geschicke der Stadt Eltmann, war von 1990 bis 2008, damit 18 Jahre, als stellvertretender Landrat tätig und ist seit fast 40 Jahren Mitglied des Kreistags Haßberge. Er gehörte laut der Mitteilung der Kreis-CSU mehr als 25 Jahre dem CSU-Kreisvorstand an.

Ebenso große Verdienste habe sich Helmut Welz erworben, den Vogel als einen seiner großen Förderer bezeichnete. Welz gehörte mehr als 30 Jahre dem Gemeinderat von Maroldsweisach an und 24 Jahre dem Kreistag als eine Stimme des nördlichen Landkreises. Helmut Welz sei über viele Jahre und Jahrzehnte hinweg das Gesicht der CSU in Maroldsweisach gewesen. Vogel bezeichnete beide als Vorbilder, die sich in besonderer Weise um das Gemeinwesen verdient gemacht haben, und versicherte ihnen, dass sie auch künftig bei allen Veranstaltungen der CSU gern gesehene Gäste sind.

In seinem Jahresrückblick machte der CSU-Kreisvorsitzende deutlich, wie wichtig es für ihn ist, dass sich die CSU im Landkreis um die kommunale Entwicklung kümmere, um sich vor negativen Stimmungen durch die Landes- und Bundespolitik unabhängiger zu machen. "Vertrauen entsteht durch eine engagierte Arbeit vor Ort und nicht durch das Nachbeten bundespolitischer Argumente",betonte Vogel. Die kommunale Bilanz könne sich sehen lassen, was sich an der sachorientierten und kollegialen Zusammenarbeit in den Kreisgremien über die Parteigrenzen hinweg ablesen lasse, wie Vogel meinte.

Unstimmigkeiten entstünden nur dann, wenn bundespolitische Themen in den Kreistag getragen würden, wie etwa die geforderte Stilllegung vom Atomkraftwerk in Grafenrheinfeld oder die Abschaffung des dreigliedrigen Schulsystems.

Landrat Rudolf Handwerker bestätigte, dass die derzeitige Situation der Kommunen und des Kreises äußerst positiv sei. Die finanzielle Situation war ihm zufolge selten so gut. Sorgen macht sich der Landrat über die Entwicklung der Arbeitskräfte in der Region. Es sei zu befürchten, dass langfristig viele offene Stellen nicht mehr zu besetzen würden, da es zu wenige Arbeitnehmer gebe. Als "größte Baustelle" bezeichnete Handwerker die Investitionen in die Schulen im Landkreis. Mehr als 30 Millionen Euro sollen in den kommenden Jahren in Schulzentrum, Berufsschule und in die anderen Schulen investiert werden, "um unseren Kindern die besten Bildungschancen zu ermöglichen".

Steffen Vogel beleuchtete zum Abschluss die organisatorische Situation der CSU im Landkreis. Mit über 1800 Mitgliedern sei die CSU "die größte Bürgerinitiative" im Kreis. Auch in 2011 seien die Mitgliederzahlen stabil gehalten worden, "worauf wir stolz sein können", resümierte Vogel. Im Ausblick für 2012 machte er deutlich, dass vor allem die Motivation von Bürgern für die Kommunalpolitik im Mittelpunkt stehe, um engagierte und kompetente Persönlichkeiten für die Kommunalwahlen 2014 zu finden.

Auch gelte es, die Weichen für die Bundestags-, die Landtags- und Bezirkstagswahlen sowie die Bürgermeister- und Landratswahlen zu stellen, was Vogel in der zweiten Jahreshälfte angehen will. Als ein inhaltliches Schwerpunktthema wollen sich laut Vogel die Christsozialen 2012 mit der "Bildungs- und Ausbildungssituation" im Landkreis und seinen Gemeinden bei einer Reihe von Veranstaltungen und Aktionen beschäftigen.