Wie wichtig eine gut ausgerüstete und gut funktionierende Feuerwehr ist, zeigte sich in den vergangenen Tagen bei Einsätzen in Haßfurt, Zeil und Königsberg. Dazu berichten Polizei und Feuerwehr Haßfurt.

Erst passiert ein Unfall

Das erste Mal ausrücken mussten die Feuerwehrleute aus Haßfurt am Mittwoch, 16.30 Uhr: Laut Polizeibericht war eine 20-Jährige mit ihrem Fiat auf der Kreisstraße vor Prappach unterwegs, als der vor ihr fahrende Peugeot nach links zu einer Gärtnerei abbiegen wollte. Dies übersah die Fiat-Fahrerin und fuhr auf den Peugeot auf. Zwei Insassen in ihrem Wagen und der Peugot-Fahrer wurden leicht verletzt und kamen ins Krankenhaus. Der Sachschaden beträgt insgesamt 5000 Euro. Die Feuerwehrleute sicherten die Unfallstelle und banden Betriebsstoffe ab.

Weiter ging es mit einem Waldbrand nahe dem Friedhof in Zeil, wie Julian Weidinger von der Feuerwehr Haßfurt berichtet. Das Wechselladerfahrzeug lieferte mit dem Abrollbehälter (AB) 4000 Liter Wasser zu der Brandfläche, die etwa 1000 Quadratmeter umfasste. Wegen der Ausbreitungsgefahr hatte Zeil mehrere Stadtteilfeuerwehren zur Unterstützung angefordert. Die Leitstelle hatte die Haßfurter angeregt, mit ihrem Wechsellader und dem Abrollbehälter Wasser auszurücken. Bei Eintreffen der Feuerwehr Haßfurt hatten die Zeiler allerdings den Brand bereits unter Kontrolle. Dank der umfangreichen Wasserversorgung (später auch über Hydrant) liefen die Nachlöscharbeiten zügig.

Wechsellader birgt Reserven

Schon am nächsten Tag wurden die Geräte Wechselladerfahrzeug und AB Wasser zum nächsten Waldbrand angefordert, wie Julian Weidinger weiter beschreibt. Laut Polizeibericht gab es zwischen Köslau und Dörflis am Donnerstag gegen 13.30 Uhr starke Rauchentwicklung in einem großflächigen Waldstück. Die Suche nach der Brandstelle war in dem teils sehr unwegsamen Gelände äußert schwierig, so halfen über die Integrierte Leitstelle (ILS) Schweinfurt Luftbeobachter. Sie waren sowieso aufmerksam wegen des herrschenden starken Windes. Mitten im Wald fand sich ein größerer Schwelbrand auf rund 1000 Quadratmetern, der sich laut Information der Feuerwehr schon weit in den Boden hineingefressen hatte.

Bei der Brandbekämpfung auf den teils schmalen Waldwegen zeigte sich, wie wichtig gut ausgebaute Waldwege sind. Wäre der Boden feucht gewesen, hätten die schweren Einsatzfahrzeuge an den teils abschüssigen Stellen seitlich des Weges nicht so zügig an den Einsatzort gelangen und den Pendelverkehr aufnehmen können. So waren unterwegs die Feuerwehren aus Königsberg, Köslau, Neubrunn, Kirchlauter, Dörflis, Zeil und Haßfurt mit insgesamt 55 Feuerwehrleuten.

Da aufgrund der Entfernungen zum nächsten Hydranten Wasser an der Brandstelle fehlte, halfen auch drei Landwirte mittels Güllefässern beim Wassertransport mit. Der Waldbrand ließ sich auch dank der Lage zwischen Waldwegen gut unter Kontrolle bringen. Insgesamt entstand ein Sachschaden von rund 1000 Euro. Der Grund für den Brandausbruch ist derzeit noch unbekannt.

Sachdienliche Hinweise nimmt die Polizeiinspektion Haßfurt unter der Rufnummer 09521/9270 entgegen.

In Teilen Frankens wurde mittlerweile die höchste Warnstufe für Waldbrandgefahr ausgerufen.