Um die Wasserversorgung der Stadt Königsberg ging es in einem Punkt der Stadtratssitzung am Dienstagabend im Rathaus. In der Stadt Königsberg gibt es verschiedene Wasserversorgungseinrichtungen. So gehört der Stadtteil Holzhausen zum Zweckverband der Riedbachgemeinden und ist somit Mitglied im Zweckverband Kleinmünsterer Gruppe. Die Stadtteile Bühl, Dörflis, Hofstetten, Köslau und Kottenbrunn im Oberland beziehen ihr Wasser aus der Veitensteingruppe, das Unterland mit Altershausen. Hellingen, Junkersdorf, Königsberg, Römershofen und Unfinden werden von Haßfurt versorgt.

In der Stadtratssitzung vom 13. November 2018 wurde für alle Stadtteile, mit Ausnahme von Holzhausen, ein einheitlicher Wasserbezugspreis von 1,90 Euro pro Kubikmeter beschlossen. Schon damals wurde der Vorschlag gemacht, künftig die unterschiedlichen Versorgungseinrichtungen zusammenzufassen und ein einheitliches Versorgungsgebiet zu schaffen. Nach einer intensiven Diskussion wurde beschlossen, ein Satzungsbüro zu beauftragen, für den Fall einer Zusammenführung der Einrichtungen die zurzeit unterschiedlichen Beitragssätze für die Abrechnung der Grundstücks- und Geschossflächen bei Neuanschlüssen zu ermitteln. Diese liegen aktuell für Grundstücksflächen pro Quadratmeter im Unterland bei 0,90 Euro, im Oberland bei 0,65 Euro, für Geschossflächen im Unterland bei 3,70 Euro und im Oberland bei 3,60 Euro. Zudem soll die Satzung entsprechend geändert werden.

Manchmal muss sich ein Stadtrat auch mit "tierischen" Problemen beschäftigen. So in diesem Fall mit einer Definition, die in der Satzung für die Erhebung der Hundesteuer steht und die kleinere Ortschaften oder Weiler betrifft. Darin wird festgelegt: "Als Weiler gilt eine Mehrzahl benachbarter Anwesen, die zusammen nicht mehr als 300 Einwohner zählen und deren Wohngebäude mehr als 500 Meter von jedem anderen Wohngebäude entfernt sind." In diesen Weilern ist nur die Hälfte des in der Gemeinde normalen Hundesteuersatzes fällig.

Auslöser war die Frage, ob und wie der normale Beitrag von 40 Euro für Hunde bei einer Zahl von über 300 Einwohnern oder der verringerte Beitrag von 20 Euro bei darunter liegender Einwohnerzahl erhoben werden soll. Im Gremium herrschte Einigkeit, dass in Holzhausen, mit nach mehreren Jahren stabil über 300 Einwohnern, der normale Beitrag zu erheben ist. Schwieriger waren die Entscheidungen für Unfinden und Hellingen, deren Einwohnerzahlen um die 300 Personen pendeln.

Der Bürgermeister Claus Bittenbrünn (FW) schlug vor, dass, um ein stetiges Erhöhen und Reduzieren zu vermeiden, eine Erhöhung oder Verringerung der Hundesteuer im Grenzbereich um 300 Einwohner dann vorgenommen wird, wenn der maßgebliche Wert in vier Halbjahren nacheinander über- oder unterschritten wird. Das Gremium beschloss diesen Vorschlag

In einem weiteren Punkt der Tagesordnung wurden die Elektro-, Innenputz-, Trockenbau- und Malerarbeiten sowie Arbeiten für die Heizungs- und Raumlufttechnik und Sanitärinstallation im Zuge der Generalsanierung des Betriebsgebäudes auf der Freisportanlage der Grundschule in Königsberg vergeben. Auffallend war, dass zu jedem Projekt etliche Firmen (zum Beispiel 16 Betriebe bei der Sanitärinstallation) wegen eines Angebotes angeschrieben worden waren, aber jeweils nur wenige Angebote (zwei) eingingen.

Zugestimmt wurde einem Antrag von KING, der Interessengemeinschaft zur Förderung von Tourismus und Gewerbe in Königsberg, am Ostersonntag in Königsberg einen Ostermarkt abzuhalten. Die Genehmigung gilt für die Jahre 2019 bis 2021

Bekanntgegeben wurde, dass am Mittwoch, 20. März, eine Informationsveranstaltung zum Datenschutz in Vereinen stattfinden wird. Eine Einladung dazu erfolgt gesondert. Der Tekturplan für den Neubau des Seniorenwohnheims durch das Unternehmen SeniVita an das Landratsamt wurde weitergegeben. Nach der Genehmigung soll der erste Spatenstich auf dem Gelände gegenüber der Stadthalle folgen. Die Pro-Kopf-Verschuldung der Stadt Königsberg ist von 531 Euro im Jahr 2017 auf 477 Euro im Jahr 2018 gesunken. Die Jugendherberge in Königsberg wird nicht mehr geöffnet. Die weitere Verwendung des Gebäudes ist noch offen.