Schwere Verletzungen hat ein 18 Monate altes Mädchen am späten Montagabend in Ebern erlitten. Das Kind hatte sich mit heißem Tee verbrüht und wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen.

Die Meldung über den Unfall ging bei der Integrierten Leitstelle Schweinfurt gegen 19.20 Uhr per Notruf ein, sofort wurde ein Rettungswagen und ein Notarzt alarmiert. Da sich der Rettungswagen der BRK-Rettungswache Ebern bereits bei einem anderen Einsatz befand, wurde ein Rettungswagen von der nächstgelegenen Rettungswache Eltmann entsandt.


Ersthelfer nach zwei Minuten vor Ort

Zeitgleich machte sich ein Mitarbeiter der BRK-Bereitschaft Ebern, der sich zufällig an der Rettungswache Ebern befand, mit einem Krankentransportwagen auf den Weg zum nahe gelegenen Einsatzort, um Erste Hilfe zu leisten. "Er war nur zwei Minuten nach Eingang des Notrufs bereits bei der kleinen Patientin und konnte erste Schritte zur medizinischen Versorgung einleiten", schildert Michael Will, Pressesprecher des BRK-Kreisverbandes Haßberge. "Der Notarzt traf nach knapp sechs Minuten ein.

Wie genau es zu dem Unglück kam, war zunächst unklar. Fest steht, dass das Kleinkind mit heißem Tee in Kontakt kam und dabei schwere Verbrühungen an einem Arm erlitt. Nach kurzer Untersuchung entschied das Team, einen Rettungshubschrauber nachalarmieren zu lassen, um nach der Erstversorgung einen schnellen Transport in eine geeignete Klinik zu gewährleisten.

Etwa 18 Minuten später landete der ADAC-Rettungshubschrauber "Christoph 20" aus Bayreuth. Zur Beruhigung des Kindes durfte die Mutter im Helikopter mitfliegen. "Acht Minuten nach dem Start landete Christoph 20 am Klinikum in Bamberg, einem Haus der Maximalversorgung", wie Will mitteilte. Dort wurde das Mädchen von einem Spezialisten-Team in Empfang genommen. Nach Mitteilung des Roten Kreuzes waren die Verletzungen des Kleinkindes glücklicherweise nicht lebensbedrohlich.


Besucher erleben Einsatz mit

Dass beim Roten Kreuz auf unvorhersehbare Ereignisse schnell und professionell reagiert wird, konnte eine Gruppe der Freiwilligen Feuerwehr Gerach-Mauschendorf hautnah miterleben, die am Montagabend zu Besuch in der BRK-Rettungswache Ebern war. Zusammen mit Kommandant Stefan Gröger besichtigten die ehrenamtlich Engagierten die Rettungswache, die Fahrzeughalle und die Einsatzfahrzeuge und erhielten von Daniel Brunnhuber, stellvertretender Leiter der BRK-Bereitschaft Ebern, Informationen rund um den Rettungsdienst.

Inmitten des Besuchs wurde das Notarzteinsatzfahrzeug zu dem Einsatz mit dem schwer verletzten Kind alarmiert. Und da mit Brunnhuber ein Ersthelfer der BRK-Bereitschaft Ebern zufällig zur Verfügung stand, wurde er ebenfalls zum Einsatzort beordert. Die Führung musste deshalb unterbrochen werden und soll demnächst wiederholt werden - wofür das Feuerwehrteam Verständnis hatte - umsomehr, als man die Landung und den Start des Rettungshubschraubers aus erster Hand miterleben konnte, da sich der Einsatzort nahe der Rettungswache befand.