Auch wenn die katholische Pfarrei Kirchlauter seit einiger Zeit keinen eigenen Pfarrer mehr hat und im Pfarreienverbund "Maintal - Heilige Länder, Kirchlauter" verwaltet wird, gibt es noch das Pfarrhaus in Kirchlauter. Das soll nun eine Innenrenovierung erfahren und neu genutzt werden. Der Gemeinderat Kirchlauter beschloss deswegen, sich an der Renovierung mit einer Förderung von zehn Prozent der Kosten zu beteiligen.

Das Pfarrhaus von Kirchlauter wird zum Ensemble-Dreigestirn mit Kirche und Schloss gezählt und liegt unterhalb der Pfarrkirche an der Lauter. Es wurde in den Jahren 1735 bis 1738 von Johann Schmeltzing erbaut und fällt mit seinem Mansardendach und den Fenstergauben in der Ortsdurchfahrt von Kirchlauter in den Blick. Über eine kleine Brücke gelangt man durch den Vorgarten ins Haus.

Das Gebäude erfuhr schon zwischen 1860 und 1900 einige Reparaturen. Die letzte große Renovierung fand in den Jahren 1977 bis 1979 statt. Vor der Stellenbesetzung mit Pfarrer Martin Wissel wurden 2001 Putz- und Malerarbeiten ausgeführt und das Pfarrbüro neu ausgestattet.

Aufgrund der Stellenzuweisung für Diakon Joachim Stapf ab 1. Oktober 2018 und der Überlassung der Pfarrerswohnung im ersten Stock an Kaplan Hartung ab 1. November 2018 soll das Pfarrhaus nun renoviert werden. Dabei sollen auch die Räume getrennt werden.

Bürgermeister Karl-Heinz Kandler (SPD) berichtete von einer Ortsbegehung mit Vertretern der Diözese Würzburg. Nach ihrer Kostenschätzung beliefen sich die Gesamtkosten der Renovierung mit begleitenden Maßnahmen auf 82 244 Euro. Die Renovierung sei schon von der Kirchenverwaltung beschlossen worden unter der Bedingung, dass eine finanzielle Unterstützung gewährt werde. Die Diözese Würzburg habe eine Förderung von 60 Prozent zugesagt. Nun liege ein Zuschussantrag der Kirchengemeinde Kirchlauter an die Gemeinde vor.

Kandler meinte, dass man Gelder eigentlich erst für das Jahr 2019 bewilligen könne und die Summe im Haushalt einplanen müsse. Als Vorschlag nannte er die Summe von 5000 Euro. Gemeinderat Robert Muckelbauer unterbreitete den weitergehenden Vorschlag, dass die Gemeinde Kirchlauter sich mit zehn Prozent an den Gesamtkosten beteiligen solle. Das wären dann rund 8200 Euro. Mit 8:5 Stimmen wurde dies beschlossen.

Eine Ehrung verdienter Feuerwehrleute stand auf dem Programm. Bürgermeister Karl-Heinz Kandler überreichte das staatliche Ehrenabzeichen für 25-jährigen aktiven Dienst an Heiko Wissendheit (Feuerwehr Kirchlauter) und für 40-jährigen Dienst an Robert Muckelbauer (Pettstadt). Dazu überreichte er ihnen das Abzeichen mit Urkunde und ein Geschenk des Feuerwehrvereins.

Kandler informierte über den Stand der Genehmigung für die Erdaushubdeponie bei Goggelgereuth - "eine Geschichte, die mich schon in meiner ganzen Amtszeit verfolgt". Er hofft, dass man noch in diesem Jahr einen Bauantrag stellen könne. Bei der Maßnahme "Radweg Breitbrunn bis Goggelgereuth" sei man derzeit mit Einwänden des Wasserwirtschaftsamtes befasst, die erst noch geklärt werden müssten.

Hinsichtlich der Sanierung des Oskar-Kandler-Zentrums in Kirchlauter sei der Deckel für eine Sanierung mit 250 000 Euro aufgehoben worden. Hierzu gebe es ein Schreiben und man könne sich noch einmal um eine Förderung mit einem Satz von 55 Prozent bemühen. Wenn es gelinge, auch noch in das Programm "Innenstadt außen" zu gelangen, könne es sogar noch 20 Prozent mehr geben. Auf jeden Fall müsse dazu die Planung abgeändert werden mit den Schwerpunkten Dacherhöhung, Fenster und Heizung sowie Außensanierung.

An der Staatsstraße 2281 Hasenmühle-Kirchlauter sollen die Sanierungsarbeiten im Jahr 2019 ausgeführt werden, wie der Bürgermeister informierte. Ebenso wolle man bei der Ortsdurchfahrt 2019 in die Planung gehen. Allerdings könnte der Ausbau erst in den Jahren 2021 bis 2022 erfolgen. Auch die Weiterführung in Richtung Pettstadt wolle man nicht aus den Augen verlieren. Allerdings gebe es hier Probleme wegen des geringen Verkehrsaufkommens. Doch in zwei Jahren wolle man das Thema noch einmal angehen, versicherte er.