"Langsam war gestern, heute sind wir schnell unterwegs auf der Datenautobahn", sagte Bürgermeister Karl Heinz Kandler. "Unsere Gemeinde Kirchlauter wird damit als Wohn- und Arbeitsort noch attraktiver. Wir danken der Telekom für die gute Zusammenarbeit," führte er weiter aus bei der Freischaltung der neuen und schnelleren Internet-Anschlüsse für das Gemeindegebiet.

Ab sofort können rund 350 Haushalte in der Gemeinde mit bis zu 50 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) im Netz surfen. Und das ist nicht alles: Das neue Netz ist so leistungsstark, dass Telefonieren, Surfen und Fernsehen gleichzeitig möglich sind, versichert der Anbieter. Die Bürgerinnen und Bürger in den Ortsteilen Kirchlauter, Neubrunn, Pettstadt und Goggelgereuth können jetzt alles aus einer Hand bekommen.

"Das Warten hat sich gelohnt. Diese moderne digitale Infrastruktur ist ein Standortvorteil für die gesamte Gemeinde Kirchlauter, aber auch für jede einzelne Immobilie. Ab sofort können alle die schnellen Internetanschlüsse online, telefonisch oder im Fachhandel buchen", sagte Marion Thüngen, Regio-Managerin der Deutschen Telekom. Wer mehr über Verfügbarkeit, Geschwindigkeiten und Tarife erfahren wolle, könne sich im Internet, beim Kundenservice oder im Fachhandel informieren.

Manni Kremer vom Handy-Shop in Ebelsbach und Telekom-Partner legte Wert auf die Feststellung, dass jeder Kunde selbst tätig werden müsse, egal bei welchem Wettbewerber er einen Vertrag habe. Dabei ging er auch auf die Möglichkeit ein, Altverträge zu kündigen. Die neuen Verträge könnten durchaus auch billiger sein oder zumindest für das gleiche Geld mehr Leistung anbieten.

VDSL (Very High Speed Digital Subscriber Line) ist eine Breitbandtechnologie, die für die Übertragung von Daten eine Kombination aus Kupfer- und Glasfaserleitungen nutzt. VDSL unterscheidet sich von DSL (Digital Subscriber Line) durch deutlich höhere Übertragungsgeschwindigkeiten. Mit VDSL wird derzeit eine Übertragungsrate von bis zu 50 Megabit pro Sekunde beim Herunterladen erreicht, ein DSL-Anschluss schafft nur bis zu 16 Mbit/s.

"Je näher die Glasfaserleitung an die Kundenanschlüsse heranreicht, desto höher ist das Tempo. Deshalb verlegt die Telekom jetzt Glasfaser bis in die Multifunktionsgehäuse (MFG), die großen grauen Kästen am Straßenrand. Im Fördergebiet müssen die Anschlüsse mindestens 30 Mbit/s erbringen", betonte Telekom-Projektleiter Klaus Markert. Diese Kästen stellten eine Art Mini-Vermittlungsstelle dar und wandelten das Lichtsignal in ein elektronisches Signal um und übertrügen dies über das bestehende Kupferkabel zum Anschluss des Kunden.


Hohe Datenrate

Über VDSL sei nun Telefonieren, Surfen und Fernsehen gleichzeitig möglich. Die hohe Datenrate von VDSL verkürze die Ladezeiten von Webseiten und Dokumenten erheblich und Streaming-Angebote von Musikanbietern und Videoportalen liefen ruckelfrei, behaupten die Anbieter.

Mit der Freischaltung des schnellen Internets für die Gemeinde Kirchlauter ist nun in der VG Ebelsbach nach der Gemeinde Stettfeld die zweite Gemeinde mit dem Breitbandnetz ausgebaut. Ende Februar soll dann noch in der Gemeinde Breitbrunn die Freischaltung erfolgen, während sich die Gemeinde Ebelsbach noch im Förderverfahren befindet.

Bürgermeister Karl-Heinz Kandler sprach in dieser Runde auch noch das Problem des schlechten Handy-Empfangs an. Hier werde deutlich, dass in ländlichen Gebieten die Netzabdeckung nicht ausreichend sei. Mit den Vertretern der Telekom erörterte er Möglichkeiten der Verbesserung, die auch mit Bürgern diskutiert werden sollten.