Die Gemeinde Rauhenebrach wird das Thema "Tagespflege im Schulhaus Untersteinbach" nicht weiterverfolgen. Dieses Ergebnis eines Gesprächs aller Beteiligten gab Bürgermeister Matthias Bäuerlein (FW) in der Gemeinderatssitzung am Dienstag offiziell bekannt. Damit scheidet aber auch die Möglichkeit aus, dass die Gemeinde als Vermieter auftritt. "Das wird sonst rechtsaufsichtlich problematisch", erklärte der Bürgermeister.
Die Rauhenebracher Bürgerin, die eine solche Tagespflege aufbauen möchte, muss sich jetzt also nach einer anderen Räumlichkeit umsehen, wenn das Projekt noch gelingen soll. Die Tagespflege sollte in nicht genutzten Räumen des Schulhauses angesiedelt werden. Dieses Vorhaben stieß jedoch bei Schulleitung und Elternbeirat auf vehementen Widerstand.


Sanierung des Kindergartens

Einen ersten Entwurf für die Generalsanierung des Kindergartens Untersteinbach legte der Bürgermeister dem Gremium vor. Nach dem Neubau der Kinderkrippe vor wenigen Jahren wird jetzt der "Altbau" kernsaniert. Bauherr ist dabei die katholische Kirchenstiftung als Kindergartenträger. Die Gemeinde wird jedoch die Abwicklung und die Vorfinanzierung der geschätzt 800 000 Euro übernehmen.
Vom Umfang her wird sich der Kindergarten nicht verändern. Vorgesehen sind weiterhin zwei Kindergartengruppen neben der Krippe. "Allerdings bauen wir so, dass Richtung Osten jederzeit eine Erweiterung möglich ist, ob für eine weitere Gruppe oder für Räume für Mittagessen", erläuterte der Bürgermeister. Derzeit hält die Kindergartenleitung das Angebot für warmes Mittagessen für nicht nötig.
Bis der Architekt mit der endgültigen Planung beauftragt, Vereinbarungen mit den Zuschussgebern und zwischen Kirchenstiftung und Gemeinde abgeschlossen sind, geht Bürgermeister Bäuerlein davon aus, dass die Arbeiten in den Sommerferien 2018 beginnen können. Zu den Vorplanungen gehört auch die Auslagerung der Kindergartengruppen für etwa ein Schuljahr, bis die Generalsanierung abgeschlossen ist.


Umstieg auf Programm "Höfebonus"?

Weil es so schwierig ist, an die zugesagten Fördermittel aus dem Bundes-Breitbandförderungsprogramm heranzukommen, hat sich Bürgermeister Bäuerlein an Staatssekretärin Dorothee Bär gewandt. Aus ihrem Büro sei ein Schreiben gekommen, mit der Bitte, das Bundesförderprogramm zu nutzen. Mit diesem Hinweis habe er die von der Bundesregierung mit der Abwicklung beauftragte Agentur nochmals angeschrieben, erklärte er auf Nachfrage von Monika Weinbeer. "Aber wenn sich da weiterhin nichts tut, dann steigen wir um auf das bayerische Programm ,Höfebonus‘", erklärte er unter Zustimmung des Gremiums.
Nach dem Stand bei der Kläranlage fragte Alexander Leicht. Hier sei in den nächsten Wochen kein Tiefbau mehr möglich, deshalb ruhe die Baustelle bis etwa März, um dann die Leitungen zu verlegen, erklärte der Bürgermeister. In den vergangenen Wochen fanden allerhand Erdbewegungen statt, denn die Schächte für die Pumpen, den Sandfang und die Überläufe wurden gebaut. Außerdem erfolgte der Aushub für die Klärschlammbehandlung.


Doch lieber Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeug

Vor einigen Wochen hatte der Gemeinderat auf Empfehlung des Kreisbrandrats die Anschaffung eines Löschfahrzeugs LF 10 für die Feuerwehr Untersteinbach beschlossen. Dieses hätte zusätzlich mit Gerätschaften zur technischen Hilfeleistung nachgerüstet werden sollen. Nun habe KBR Ralf Dressel die Unterlagen nochmals geprüft und sei zu dem Ergebnis gekommen, das ein Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeug HLF 10 die bessere und kostengünstigere Variante wäre. Tatsächlich weist eine Kostengegenüberstellung 190 100 Euro für die Gemeindekasse aus, das LF10 würde nach Abzug der Bezuschussung 206 000 Euro kosten. Dieser Schwenk löste im Gremium zwar ein bisschen Kopfschütteln aus, der Beschluss wurde dann aber einstimmig geändert.
In der Schulturnhalle in Untersteinbach fand kürzlich die bayerische Sportstättenprüfung statt. Dabei wurden einige Mängel aufgezeigt. In einem ersten Schritt legte Bürgermeister Bäuerlein dem Gremium nun eine Liste von Ersatzbeschaffungen an Sportgeräten vor, die auch die Schulleitung erhalten hat. Diese Geräte sind laut Prüfbericht nicht mehr zu reparieren und sollten erneuert werden. Insgesamt rund 9000 Euro kosten die Geräte vom Sprungkissen bis zur Turnbank. Auch bei fest eingebauten Hallenteilen muss nachgebessert werden. Unter anderem sollte die Halle einen Prallschutz an den Wänden erhalten.
Bürgermeister Matthias Bäuerlein hofft, auch beim nächsten kommunalen Investitionsprogramm zum Zuge zu kommen. "Dann könnten wir eine komplette Innensanierung angehen. Wenn nicht, müssen wir Zug um Zug erneuern", erklärte er mit Zustimmung des Gremiums.