Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hat zwei Kommunalpolitikern aus dem Landkreis Haßberge die kommunale Verdienstmedaille in Bronze verliehen. Geehrt wurden der frühere Kreisrat und Haßfurter Stadtrat Werner Holzinger sowie der Zweite Bürgermeister von Hofheim, Bernd Blatt. Der Präsident der Regierung von Unterfranken, Paul Beinhofer, überreichte am Freitag in Würzburg die Medaillen und würdigte die beiden Ausgezeichneten.

Ab 1983 Stadtrat

Werner Holzinger war bis vor kurzem und damit insgesamt 30 Jahre kommunalpolitisch aktiv. Ab 1983 gehörte er dem Stadtrat Haßfurt an. Von 2001 bis 2008 wirkte er als SPD-Fraktionsvorsitzender, außerdem zwischen 2000 und 2002 als Aufsichtsrat der schnell-im-netz GmbH.

Zudem war er ab 1989 Kreisrat im Kreistag Haßberge, von 1990 bis 2002 stellvertretender Landrat. Sowohl aus dem Stadtrat wie auch aus dem Kreistag ist Holzinger erst heuer ausgeschieden. Gesundheitliche Gründe haben ihn dazu veranlasst.

In seiner Zeit als Stadtrat habe Holzinger "an der positiven Fortentwicklung der Stadt Haßfurt mitgewirkt", lobte Beinhofer in seiner Laudatio. In dieser Zeit habe vor allem ein enormer Ausbau der städtischen Infrastruktur stattgefunden, sagte der Redner und nannte beispielhaft die Errichtung eines Freizeitzentrums mit Schwimmbad und Eissporthalle, den Umbau der ehemaligen BayWa-Lagerhalle zur Stadthalle als Kulturzentrum im Herzen der Stadt, die Altstadtsanierung, verbunden mit der Umgestaltung des Marktplatzes und der Hauptstraße, sowie den Bau einer Tiefgarage.

Ferner sei in dieser Zeit großes Augenmerk auf die Sanierung der historischen Gebäude, etwa des alten Rathauses, gelegt worden. Als ehemaliger Leiter der Hauptschule Hofheim habe Holzinger seinen großen Sachverstand in Bildungsfragen in die Stadtratsarbeit einfließen lassen.

Der zweite Geehrte: Bernd Blatt gehört seit über 29 Jahren dem Stadtrat Hofheim an. Im Mai 1990 wurde er zum Dritten Bürgermeister gewählt, sechs Jahre später zum Zweiten Bürgermeister. Das Amt hat er bis heute inne.
"Sie haben in Ihrer Zeit als Stadtratsmitglied und als stellvertretender Bürgermeister maßgeblich zur positiven Fortentwicklung der Stadt Hofheim beigetragen", würdigte Beinhofer den Hofheimer.

Dabei sei im Besonderen die städtische Infrastruktur hervorzuheben. "So wurde unter Ihrer Mitwirkung etwa der Ausbau des Schüttbaus im Stadtteil Rügheim vorangetrieben, ein denkmalgeschütztes Gebäude aus der Zeit um 1600, das vom Bezirk Unterfranken als Tagungs- und Kulturzentrum genutzt wird. Der Ausbau der Kanalisation und der Wasserversorgung bildete einen weiteren Schwerpunkt. Ein aktuelles Projekt ist die Sanierung des Freibades", schilderte Beinhofer.

Gerechtigkeitssinn

Als Jurist mit dem Schwerpunkt Wohnungsrecht habe Blatt jahrzehntelang sein Fachwissen, seine Beharrlichkeit und seinen Gerechtigkeitssinn zum Wohle der Stadt eingebracht.