Von einem "Notstand in der Notaufnahme" ist in vielen Medien derzeit die Rede. In einem Artikel auf infranken.de geht es um die Überlastung in fränkischen Krankenhäusern, denen Personalmangel zu schaffen macht, und derzeit auch noch Noroviren und die Grippewelle. In den Haßberg-Kliniken im Landkreis Haßberge (Standorte gibt es in Haßfurt, Ebern und Hofheim) ist die Situation nicht so angespannt wie in anderen Krankenhäusern: "Alle drei Häuser sind derzeit gut ausgelastet, aber wir müssen uns nicht abmelden", sagt Wilfried Neubauer, der dem Vorstand des Kommunalunternehmens angehört. Abmelden kann sich eine Klinik, wenn es überlastet und somit nicht mehr in der Lage ist, weitere Patienten zu versorgen.

Alle Betten belegt

Wenn alle Betten belegt seien in den Zimmern in den Haßberg-Kliniken (was jüngst der Fall war), könne man weitere Betten nachschieben, es müsse also normalerweise "niemand die Nacht im Bett auf dem Gang verbringen", sagt Neubauer. "Leider war es in der vergangenen Woche in wenigen Fällen erforderlich."

Weil in vielen Medien-Berichten von "überlasteten Notaufnahmen" die Rede war: An den Haßberg-Kliniken ist das etwas anders organisiert. Hier gibt es eine "Zentrale Patientenaufnahme" (ZPA). Von hier aus wird gesteuert, welche Patienten zur stationären Behandlung im Krankenhaus bleiben oder welche ambulant versorgt werden sollen. Notoperationen oder Notversorgungen können wegen der 24-Stunden-Besetzung durch Ärzte (plus Bereitschaft) immer gewährleistet werden, sagt Neubauer, und: "Es wird auch keiner weggeschickt." Für Notfälle im ambulanten Bereich seien aber in erster Linie die Haus- und Fachärzte sowie der kassenärztliche Notdienst zuständig.