Das sind drei Millionen Euro für den Landkreis (für Gymnasium und Realschule), 650.000 Euro für den Schulverband Hauptschule (dem auch Untermerzbach, Burgpreppach, Rentweinsdorf und Königsberg angehören) sowie 565.000 Euro für den Grundschulverband, der sich aus Ebern und Rentweinsdorf zusammensetzt.


Neue Zahlen und Erkenntnisse

Mit diesen Zahlen wurden die Mitglieder der betroffenen Gemeinden sowie die Mitglieder der Schulverbände bei einer kurzfristig einberufenen, gemeinsamen Sitzung am Mittwochabend in der Mittelschule konfrontiert.

Die neue Kostenschätzung basiert auf aktuellen Zahlen der Fachplaner sowie einigen neuen Erkenntnissen, teilte Dipl.-Ing. Hans Gruber von der zuständigen Planungs-Arbeitsgemeinschaft von Büros aus Abensberg und Haßfurt mit. So mussten zusätzliche Flächen für die Lufttechnik über dem Eingangsbereich vorgesehen werden.


Schwieriger Untergrund

Als schwierig erweise sich auch die Gründung auf der Wiese entlang der Coburger Straße. "Für die notwendigen Betonpfosten fallen bis zu 400.000 Euro an Zusatzkosten an", erläuterte Gruber. 75 Pfähle hat Thomas Limpert (CSU) gezählt und fühlte sich an Venedig erinnert. Gruber gab ihm Recht: "Das sind aber keine Holzpfähle, aber im Grundsatz ist es so, halt mit Beton." Gruber weiter: "Das ist jetzt eine Kostenschärfe nach Feinberechnungen und nicht mehr nach dem Flächenprinzip."

Bürgermeister Helmut Dietz (SPD) aus Untermerzbach, ein ausgewiesener Baufachmann, erkannte, dass der Grundriss größer geworden ist. Gruber stimmte zu: "Etwas größer gegenüber dem Plan im Auswahlverfahren, weil sich mehr Platzbedarf ergeben hat." Dennoch unterstrich er, dass die Planung "komprimiert und so einfach, wie's nur geht, ausgelegt ist." Als Beispiel führte er die Holzbinder für die Decke an, die die Konstruktion tragen, aber auch die Akustik verbessern.

Weichen muss das Kunstrasen-Minispielfeld (in Richtung Pavillon) und der Pavillon (in Richtung einstigem Pfadfinderheim), teilte Bürgermeister Robert Herrmann (CSU) mit. Die Idee, das DFB-Fußballfeld an die städtische Turnhalle zu verlegen, habe man fallen lassen, um die Nachbarn nicht mit Schallschutzproblemen zu belasten.

"Da drücken uns schon die Kosten, die Preise waren doch bekannt", wunderte sich Bürgermeister Dietz, während seine Kollegen aus Burgpreppach, Denninger, und Königsberg, Stubenrauch, zunächst einmal die genaue Zahlenaufschlüssung geschickt bekommen wollen. Aus Rentweinsdorf war nur Helmut Zier (CSU) vertreten.

Irene Jungnickl (SPD) fragte, ob der Eberner Stadtrat nicht erst noch einmal zustimmen müsse? Herrmann erinnerte als Vorsitzender daran, dass sich der Stadtrat bereits auf die öffentliche Nutzung und die damit verbundenen ergänzenden Investitionen festgelegt habe. "Wir hatten auch mit weniger gerechnet. Das wird eine gewaltige Anstrengung, die aber den Bürgern im gesamten östlichen Landkreis zu Gute kommt. Es wäre doch schade, wenn etwas neu gebaut wird und dann nicht öffentlich zugänglich wäre."

Die Arbeiten zum Neubau sollen im Winter ausgeschrieben werden. Der Zeitplan sei mit dem Hochbau im Landratsamt bereits abgestimmt, sagte Bürgermeister Herrmann.