32 Jahre Faschingsverein "Ermetzia", 32 Jahre gute Laune und Heiterkeit in Ermershausen. Dies galt auch wieder für die Prunksitzung am Samstag in der Adolf-Höhn-Halle. Schon vor dem Einzug des närrischen Volkes in die Halle sorgte Andreas Franz mit einer Umfrage im Publikum für gute Stimmung.

Das Prinzenpaar Johannes I (Schobig) und Daniela III (Reß) führen in dieser kurzen Faschingszeit die Ermershäuser Narren an. Prinzessin Danielas Hobby sind ihre Pferde, seines die Feuerwehr, verrieten die beiden Majestäten. Ermetzia- und Sitzungspräsident Michael Albert forderte vom Prinzenpaar, es möge der "Kinderermetzia", dem Nachwuchs der großen "Ermetza", bis zum 11.11. kostenloses Reiten bieten.

Nach einem schmissigen Gardetanz standen die "Ermetztaler" auf der Bühne, die sich auf ihrer Abschiedstournee befinden und eine Spitzenleistung boten. Spitze waren am Samstag die meisten Darbietungen. Ob die Tanzeinlagen, Bütten oder Sketche - es blieb kein Auge trocken.

Man sollte keinen einzelnen Aktiven herausheben, aber wenn Stefan Lüdecke auf der Bildfläche erscheint, tobt bereits der Saal, ohne dass er ein Wort sprechen muss. So auch am Samstag, als er als "Maus vom Winter-Wunder-Wandertag" den "Grüffelo", ein Untier im heimischen Wald, vorführte. Auch als "Assistentin Barbara von Doktor Fränki" brachte er den Saal zum Toben.

Der Auftritt der Garde mit ihrem Showtanz "Afrika" war ein Höhepunkt fürs Auge. Dass es auch auf der Bühne und beim Elferrat nur Heiterkeit gab, lag bestimmt nicht allein am Eierlikör, den die befreundeten "Marokaner", die Faschingsnarren aus Maroldsweisach, neben ihrem Prinzenpaar, dem Elferrat und der Garde mitgebracht hatten. Sie hatten den "Südhang", ein Getränk, das ihnen die Ermershäuser eine Woche zuvor zu ihrem eigenen Faschingsspektakel mitgebracht hatten, mit Eiern verstärkt, wie sie sagten. Werner Wunderlich und Dieter Hepp überbrachten nicht nur Grüße aus dem Nachbarort, sondern auch Einladungen für den Rosenmontagsball in Maroldsweisach "für neuneinhalb Ermershäuser" mit.

Dieses Jahr war bei der Prunksitzung wieder viel Lokalkolorit angesagt, was die Besucher besonders schätzen. Ob Rehbergkuppe, langjährige Baustellen oder der Abgang von Pfarrer Stephan Aupperle - alle "Neuigkeiten" wurden aufs Tapet gebracht und durch den Kakao gezogen.

Am kommenden Samstag, 6. Februar, ist eine zweite Prunksitzung der "Ermetzia" angesagt. Zuvor aber feiert die Ermershäuser Narren noch den Weiberfasching am Donnerstag.