Am Kirchweihwochenende hatte der Kleintierzuchtverein Untermerzbach, Lahm und Umgebung zur 32. Jungtierschau in das Züchterheim in der Bachgasse in Untermerzbach eingeladen. Über 150 Tiere waren ausgestellt. Vor allem die Kinder, die erfolgreich waren, freuten sich über ihre Preise.

Mit fünf Jahren ist Max Karl Reiser aus Recheldorf einer der Preisträger. Er wurde zweiter Jungtiermeister mit einem Zwergwidderkaninchen mit weiß-blauen Augen. "Heuer stelle ich zum ersten Mal selber Kaninchen aus", sagt Max stolz. Er verrät, dass seine Mutter Astrid und seine Oma Ellen Dwinger auch züchten und er so mit den Tieren in Berührung kam.

Hilfe beim Ausmisten

Seine Oma Ellen erläutert, dass sie seit 1984 züchtet und die Tiere ihres Enkels Max bei ihr in Gleußen untergebracht sind. "Aber ich helfe der Oma beim Ausmisten und Füttern unserer Kaninchen", stellt Max klar.

Geschlagen geben musste sich der junge Züchter nur seiner Mitkonkurrentin Tabea Trapper, die den ersten Preis erhielt und Jugendjungtiermeisterin mit ihren Zwergwidder wildfarben wurde. Einen Pokal gab es auch für Jungzüchterin Lioba Höhn, die mit Zwergwidder schwarz-weiß erfolgreich war.

Der Vorsitzende des Kleintierzuchtvereins, Helmut Schmidt, nahm am Sonntagvormittag im Züchterheim in Untermerzbach die Preisverteilung vor.

Jungtiermeister bei den Erwachsenen wurde Adolf Hansky mit Klein-Rex luxfarbig. Erika Hansky erhielt einen Kreisverbandsehrenpreis (KVE) mit ihren Rexkaninchen dalmatinerfarbig blau-weiß. Ein Landesverbandsehrenpreis (LVE) ging an Marina Schmidt mit Deutsche Kleinwidder wildfarben und an Ellen Dwinger mit Russen schwarz-weiß. Die beste Häsin stellte Christian Schmidt mit einem Deutschen Riesen weiß aus, den besten Rammler präsentierte Rudi Grell mit Rexkaninchen weißblaue Augen.

Geflügel

Thomas Höhn erhielt eine Landesverbandsprämie (LVP) für seinen Zuchterfolg mit Fränkischen Landgänsen blau und mit den Hühnern Zwerg-Wyandotten gold-blaugesäumt war er ebenfalls erfolgreich. Jungtiermeister wurde Julian Aman mit seinen Tauben Texaner schwarz.

Kanin Hop

Informationen und Vorführungen mit den "Frankenhopplern" gab es während der Ausstellung zur neu gegründeten Kanin-Hop-Gruppe des Untermerzbacher Vereins, wofür Marina Schmidt verantwortlich zeichnet. Beim Kanin-Hop springt ein Kaninchen über Hindernisse, während sein Begleiter es an einer Leine führt. "Bei gut trainierten Kaninchen geht es sogar ohne Leine. Im Jahr 1995 tauchte Kanin-Hop erstmals in Deutschland auf. In Schweden gibt es das schon seit etwa 35 Jahren", erklärt Marina Schmidt dazu.