Ergänzend zum Bienenlehrstand und zum Schmiedemuseum soll der "Genussweg", den die Gemeinde Kirchlauter errichten will, einen weiteren touristischen Anziehungspunkt bilden. 121 000 Euro sind für die Umsetzung veranschlagt. Allerdings stammt diese Summe aus den Berechnungen als Leader-Projekt und basiert daher auf der Annahme, dass alle Maßnahmen von Firmen ausgeführt werden sollen. Der Gemeinderat hat jedoch inzwischen festgelegt, dass der Genussweg kein Leader-Projekt wird. Damit verzichtet man zwar auf den Zuschuss, aber der Bauhof kann die meisten Arbeiten ausführen, erklärte Bürgermeister Karl-Heinz Kandler (SPD) bei der Gemeinderatssitzung am Donnerstag. Er rechnet damit, mit den Kosten deutlich darunter liegen zu können.
Ein Beispiel seien schon mal die Obstbäume für die Streuobstwiese: Fast 4000 Euro waren dafür im Leader-Projekt veranschlagt. Man habe nun etwas kleinere Bäume gekauft, die insgesamt nur 573 Euro kosteten, erläuterte Kandler. Allein Planungskosten von 30 000 Euro würden entfallen, und auch der Wegebau werde auf jeden Fall günstiger.
Bei zwei Gegenstimmen beschloss der Gemeinderat schließlich die Umsetzung des Projekts "Genusserlebnisweg Obstlehrpfad/Brennerweg - Genusserlebnis von der Blüte zur Delikatesse" bis Ende 2019.


Neue Bodenbeläge zwischen Grabreihen

In Neubrunn soll es zwischen den Grabreihen neue Bodenbeläge geben. Im Juli traf sich Bürgermeister Kandler mit Grabbesitzern, um über die Alternativen zu sprechen. Seitdem liegen in Neubrunn Musterflächen aus Platten und Kunststoffwaben, die mit Splitt verfüllt werden. Nachdem viele Bürger auf ihn zugekommen seien, habe er die 71 Grabbesitzer von Neubrunn besucht und befragt, erklärte Gemeinderat Uwe Derra. Er legte eine Liste vor, auf der sich 64 Grabbesitzer für Platten oder Pflaster aussprachen, weil diese pflegeleichter und besser begehbar seien. Auch dem Bagger des Bestatters wären die Platten wohl besser gewachsen, als das Kunststoffgitter, meinte Derra.
Wolfgang Holzmann konnte sich mit Platten nicht anfreunden, weil "auch immer mehr Gräber mit Platten verschlossen werden" und der Anblick des Friedhofes somit immer steriler werde.
Die Mehrheit des Gemeinderats schloss sich schließlich dem Vorschlag von Horst Gehring an, die Entwicklung der Musterflächen auch über den Winter hinweg zu beobachten und erst dann eine Entscheidung zu treffen.


Keine weiteren Beiträge zur Sanierung der Kläranlage

Die Hausbesitzer in der Gemeinde Kirchlauter haben ihren Anteil an der Sanierung der Kläranlage bezahlt, es gibt keinen weiteren Beitragsbescheid. Der Gemeinderat beschloss bereits im Oktober, dass die Vorausleistungen genügen. Die Restkosten, die noch zu begleichen sind, sollen über die Abwassergebühr finanziert werden. Am Donnerstag beschloss der Gemeinderat die entsprechende Beitragssatzung.


Feuerwehr-Fusion

Amtlich ist es seit Donnerstag auch, dass die Feuerwehr Pettstadt jetzt eine Löschgruppe der FFW Neubrunn ist. 27 Aktive würde die FFW Pettstadt benötigen, um eine eigenständige Wehr zu bleiben. Diese Zahl an Feuerwehrleuten ist schon länger nicht mehr zu erreichen, so dass in Gesprächen mit den Kreisbrandinspektoren Horn und Pfaff die Fusion entschieden wurde. Die Pettstadter Feuerwehrleute entschieden sich für einen Anschluss nach Neubrunn und wählten Pascal Heiles zum Löschgruppenführer und Thomas Andres zu seinem Stellvertreter. Die Ausrüstung bleibt in Pettstadt, auch der Feuerwehrverein bleibt von dieser Fusion unberührt.
Die Haushaltsmittel von zwei Jahren bündelt die Gemeinde, um die Spielplätze am Oskar-Kandler-Zentrum in Kirchlauter, an der Heilig-Länder-Halle in Neubrunn und am Sportgelände des VfR Kirchlauter aufzuwerten. 20 000 Euro kann die Gemeinde investieren. An der Heilig-Länder-Halle wird ein Sonnensegel über dem Sandkasten installiert, eine neue Schaukel, eine Kletterkombination, ein Sandspiel und eine Tellerbrücke werden insgesamt 8500 Euro kosten. Am Sportgelände wird eine große Spiel-Kletterkombination mit Rutsche und eine Wippe aufgebaut, was 6600 Euro an Kosten verursacht. Und am Oskar-Kandler-Zentrum können die Kinder künftig "panschen", wie es der Bürgermeister ausdrückte, denn hier wird eine Wasserspielanlage für rund 5500 Euro geschaffen.
Aus dem Gemeinderat kam die Bitte, auch auf die kleinsten Spielplatznutzer ein Augenmerk zu haben. Sie scheiterten zum Beispiel oft an den Leitern zu den Rutschen.
Abschließend informierte der Bürgermeister noch über die Anschaffung von Hundekot-Behältern, die Straßenausbesserungsarbeiten, die allerdings erst für 2019 geplant werden, und die Umgestaltung des Kapellenumfeldes am Zeiler Weg, die bereits begonnen hat.