Ein Waldlauf stand auf dem Trainingsprogramm der Fußballer der SG Gemeinfeld/Pfaffendorf. Der wurde am Dienstagabend jäh unterbrochen, als die Kicker einen lauten Knall hörten und wenig später eine Rauchsäule aufsteigen sahen. Das muss um 19.26 Uhr gewesen sei, denn just zu diesem Zeitpunkt gingen bei der Integrierten Leitstelle in Schweinfurt (ILS) drei Anrufe ein, wonach im Sägewerk Steinertsmühle eine ganze Halle in Flammen stehe.

"Die brannte lichterloh", berichteten Einsatzkräfte der Burgpreppacher Wehr, die als erste an der Unglücksstelle eintrafen. Wenig später mühten sich 159 Feuerwehrleute aus dem weiten Umkreis - von Zeil über Hofheim bis Ermershausen - den Brand einzudämmen.

Laut Claudia Ernst vom Polizeipräsidium in Würzburg war der Besitzer des am Ortsrand in Richtung Marbach befindlichen Sägewerks von seinem Büro aus auf die Rauchentwicklung aufmerksam geworden und hat einen Notruf abgesetzt."Sofort haben sich die Feuerwehren aus den umliegenden Ortschaften und eine Streifenbesatzung der Polizeiinspektion Ebern auf den Weg dorthin gemacht", fasste die Polizeikommissarin zusammen.

In der Halle standen mehrere Maschinen in Flammen, dazu die Holzkonstruktion samt Dachstuhl, so dass immer wieder Dachteile krachend in die Tiefe stürzten. Die Flammen züngelten auch aus einem angrenzenden Spänelager. Nach rund einer Stunde meldeten die Einsatzkräfte "Feuer aus".

Die Halle war zu diesem Zeitpunkt fast komplett niedergebrannt, das Übergreifen der Flammen auf benachbarte Gebäude und das Wohnhaus wurde aber verhindert. Der Einsatz dauerte bis 5.15 Uhr am Mittwochmorgen. Die Brandwache übernahmen die Wehren aus Gemeinfeld, Üschersdorf, Burgpreppach und Hofheim.

Die betroffene Gatterhalle wurde fast vollständig ein Raub der Flammen. Ersten vorsichtigen Schätzungen der Polizei zufolge zufolge dürfte sich der Sachschaden im sechsstelligen Bereich bewegen.

Noch am Abend nahmen Brandermittler der Kripo Schweinfurt ihre Arbeit auf. Warum und wo genau das Feuer seinen Ursprung nahm, war auch am Mittwoch noch unklar.

Bei den Löscharbeiten erlitt ein Feuerwehrmann ein leichte Rauchvergiftung, die aber vor Ort von den Rot-Kreuz-Helfern behandelt werden konnte