Während in der Westeinfahrt schon die Bagger tuckern, muss der Bürgermeister wegen des Bahndammes noch Überzeugungsarbeit in Würzburg leisten, wie Robert Herrmann (CSU) bei der jüngsten Stadtratssitzung anklingen ließ. "Wir müssen darlegen, welche Vorteile der Rückbau des Bahndammes für die Altstadtsanierung bringt."

Durch den Zusammenhang mit der Anlagenring-Umgestaltung gab sich Herrmann zuversichtlich, dass die erhofften 450 000 Euro als förderfähig anerkannt werden. 248 000 Euro wurden für die Gestaltung der Gehwege und der Parkplätze in der Neubrückentorstraße schon als förderfähig anerkannt. Die Gesamtkosten liegen laut Stadtverwaltung - ohne Fahrbahn, die vom Freistaat bezahlt wird - bei 385 700 Euro. Der Zuschuss dürfte bei 95 000 Euro liegen. Wie die Neugestaltung aussieht, zeigt sich seit Wochenbeginn bereits im Bereich der früheren Gerberei Gröhling, wo die Pflasterer bereits aktiv sind.

Dort kommt das gleiche Pflaster wie im Durchgang des Schumacherhauses zum Einsatz. Warum seit letzter Woche eine Vollsperrung gelte, wollte Manfred Fausten (CSU) von Bauamtsleiter Martin Lang im Bauausschuss vor der Stadtratssitzung wissen. "Es war doch eine halbseitige Sperrung ausgemacht", klagte Fausten.

Zeit und Bauamt drängen

Lang erwiderte, dass diese Zusage nur für den Zeitraum der Brückensperre am Minikreisel gemacht worden war. "Jetzt müssen wir für das Verlegen einiger neuer Hausanschlüsse über die gesamten Fahrbahn und deswegen lässt sich eine Vollsperrung nicht umgehen. So kann die Firma einfach leichter arbeiten." Seitens des staatlichen (Straßen-)Bauamtes werde auf eine Fertigstellung noch in diesem Jahr gedrängt, so Lang. "Wir müssen jetzt da voll ran."