Die Außenspielfläche am Kindergarten Weisbrunn soll umfassend neugestaltet werden. Darin war sich der Bauausschuss des Eltmanner Stadtrates einig, als er den Spielplatz am Montag besichtigte. Gemeinsam mit Personal und Eltern soll ein sinnvolles Konzept erstellt werden, das 2017 umgesetzt wird. Eingebunden werden in dieses Konzept soll auf jeden Fall die "Specht 2". Das echte Binnenschiff, das zur Hälfte in den Boden des Spielplatzes eingegraben ist, ist die Besonderheit in Weisbrunn und ein heiß geliebtes Spielgerät.

Die Kindergartenleiterinnen Daniela Dütsch und Daniela Münch zeigten den Ausschuss-Mitgliedern die neuralgischen Stellen im Außenspielbereich. Ob Sandbaustelle oder Wasserspielplatz - überall nagt der Zahn der Zeit. Auch das Schiff braucht mindestens wieder einen neuen Anstrich. In einer großen Aktion wurde es von den Eltern saniert - aber auch das ist inzwischen über zehn Jahre her.

Das Gremium war sich einig, eine ordentliche Konzeption zu entwerfen, wie auch bei den anderen Kindergärten, und darin Personal und Eltern einzubeziehen. Das Gebäude selbst ist nach energetischer Sanierung und Anbau der Kinderkrippe auf modernstem Stand, wie Bürgermeister Michael Ziegler (CSU) sagte. Einige Kleinigkeiten sollen heuer noch gerichtet werden, unter anderem braucht der Eingangsbereich einen neuen Anstrich.


Dorferneuerung

Der Lembacher Weg wird die nächste Dorferneuerungsmaßnahme in Weisbrunn. Die Planung für Kanal und Wasserleitung stellte das Planungsbüro den Bauausschuss-Mitgliedern vor. Rund 300 000 Euro werden in die Maßnahme fließen, die in zwei Abschnitten realisiert werden soll - zunächst mit den angesprochenen Leitungen bis zum Ende der Bebauung, dann reiner Straßenbau bis zum Friedhof. Natürlich werden Randbereiche gestaltet, die Betonwand an der Bushaltestelle wird mit Natursteinen verblendet und auch ein neues Buswartehäuschen wird es geben. Bauträger ist die Teilnehmergemeinschaft Weisbrunn, die Arbeiten sollen im Frühjahr beginnen.

Mehrfach, zuletzt in der Bürgerversammlung, wurde in Limbach der Wunsch laut, den Weg vom Festplatz in Richtung Siedlungsgebiete zu beleuchten. Bisher hatte die Untere Naturschutzbehörde am Landratsamt eine solche Beleuchtung direkt am Naturschutzgebiet abgelehnt. Nun hatte die Stadt eine erneute Stellungnahme beantragt, mit etwas abgewandeltem Ergebnis. Wenn es sich um insektenschonende Lampen handelt, könnten diese angebracht werden, allerdings nur auf der südlichen Seite des Weges, weil diese außerhalb des Naturschutzgebietes liegt. Ob auf dieser Seite des Weges Privatgrundstücke betroffen sind, muss die Verwaltung jetzt ebenso prüfen wie die Möglichkeit eines Anschlusses an das Beleuchtungsnetz und die Kostenfrage für insgesamt fünf Lampen.

Über die Frage, ob der Weg am Ortsrand beleuchtet werden soll, soll im Stadtrat diskutiert werden. Im Bauausschuss kam der Hinweis, dass andere Beleuchtungen abgelehnt wurden.


Umstrittenes Projekt

Die Bauvoranfrage, in einer Sackgasse im Baugebiet "Am Hahn" in Eltmann auf zwei nebeneinander liegenden Grundstücken ein Sechsfamilienhaus zu errichten, hat bei den Nachbarn Unruhe ausgelöst. Sie befürchten einen massiven Baukörper zwischen den Einfamilienhäusern und bei sechs Wohneinheiten ein großes Parkproblem im Eichenweg.

Bürgermeister Michael Ziegler erläuterte die vorgelegte Planung. Indem das Erdgeschoss 90 Zentimeter tief im Erdreich steckt und ein sehr flaches Dach aufgebracht wird, sei die Höhe des Hauses nicht mit einem anderen Mietshaus "Am Hahn" vergleichbar, das als Negativ-Beispiel von den Anwohnern angeführt wurde. Die Gestaltung des Gebäudes sei außerdem sehr ansprechend. Natürlich sehe der Bebauungsplan nicht explizit Mehrfamilienhäuser vor, doch sei er den Wünschen der Bauherren entsprechend schon in vielen Fällen aufgeweicht worden. Einer der Nachbarn verwies darauf, dass er vor dem Kauf seines Grundstücks explizit nachgefragt habe, ob "so was wie das blaue Haus" in der Nachbarschaft noch einmal entstehen könnte. Das sei verneint worden und das sei auch für ihn maßgeblich für die Bauentscheidung gewesen, erklärte er in einer Stellungnahme.


Aufforderung

In dem Brief wurde die Stadt aufgefordert, dem Bauherren das Grundstück in der Steiger-waldstraße anzubieten, auf dem städtische Wohnhäuser abgebrochen wurden. Dieses Grundstück ist für den Bauherren, der wie die Nachbarn in der Sitzung anwesend war, aber keine Alternative. Grundsätzlich sei es schwierig, in Eltmann Bauplätze zu bekommen, zumal von Privat, erklärte er.
Die Bauvoranfrage steht und fällt mit der Entscheidung des Stadtrats über den Verkauf der Grundstücke. Die Stadtratsmitglieder wurden vom Bürgermeister eingeladen, sich am Dienstag vor der Sitzung vor Ort ein Bild zu machen, in der gestrigen Stadtratssitzung wurde dann im nichtöffentlichen Teil über den Grundstücksverkauf diskutiert. Grundstücksangelegenheiten werden immer ohne Öffentlichkeit behandelt.
Abschließend informierte der Bürgermeister den Ausschuss über die neue "Heizung" in der Stadthalle. Das eingebaute Blockheizkraftwerk liefert ordentlich Wärme und Strom und arbeitet sehr wirtschaftlich, so die ersten Erfahrungen.