Jede der beim Zeltlager der Feuerwehrjugend im Landkreis Haßberge vertretenen Feuerwehren hatte mindestens einen eigenen Pool dabei. Kein Wunder, denn bei Temperaturen von 35 und mehr Grad konnte so mancher eine Abkühlung vertragen. Kräftig geschwitzt hat auch die Mannschaft um Kreisjugendwart Johannes Krines, die bereits drei Tage vor Beginn mit dem Aufbau der Zeltstadt begonnen hatte.


350 Liter Tee am ersten Tag

Betreut vom Jugendwart der jeweiligen Feuerwehr und weiteren Aktiven stürmten dann am Dienstag über 100 Jugendliche den Platz vor der Alten Schule in Sulzbach und nahmen ihr Quartier ein. In diesem Jahr waren die Jugendfeuerwehren aus Hofheim, Goßmannsdorf, Obertheres, Trossenfurt, Augsfeld, Prappach, Zeil, Sand, Limbach, Burgpreppach, Ermershausen, Maroldsweisach und Unterpreppach dabei. Das Versorgungsteam hatte alle Hände voll zu tun, denn neben den Mahlzeiten durften die fleißigen Helfer bereits bis zum späten Nachmittag des ersten Tages stolze 350 Liter Tee an den Nachwuchs verteilen.


"Häuptling" Johannes Krines

Am Eröffnungsabend fanden sich dann auch der Landtagsabgeordnete Steffen Vogel, die Kreisbrandinspektoren Peter Hegemann, Thomas Habermann, Georg Pfrang, Ralf-Peter Schenk und weitere Führungsdienstgrade in Sulzbach ein. In Vertretung für den verhinderten Kreisbrandrat Ralf Dressel betonte Kreisbrandinspektor Peter Pfaff, dass die Jugendarbeit im Landkreis einen sehr hohen Stellenwert habe, denn nur so könne in Zukunft die hohe Leistungsbereitschaft der freiwilligen Feuerwehren fortbestehen.
Die Bürgermeister beziehungsweise ihre Stellvertreter Hermann Niediek (Burgpreppach), Julitta Ott (Hofheim), Stefan Schneider (Haßfurt) und Paul Hümmer (Sand) pflichteten dem bei und machten den Teilnehmern aus ihren Ortschaften ihre Aufwartung. Als "Häuptling" der vorausmarschiert, den Takt angibt und ohne den vieles nicht ginge, bezeichnete Steffen Vogel den Kreisjugendwart Johannes Krines. Ihm sei es maßgeblich zu verdanken, dass die Jugend im Landkreis so aktiv ist.
"Immer wenn ich das Zeltlager eröffne, hat's nur schönes Wetter", erklärte schmunzelnd Julitta Ott als Hausherrin. Die Dritte Bürgermeisterin der Stadt Hofheim ließ es sich auch in diesem Jahr nicht nehmen, den jungen Feuerwehrlern ein Geschenk zu überreichen. Dieses Mal gab es drei Fußbälle, damit auch der Sport beim Zeltlager nicht zu kurz kam.


Leistungsprüfung "Jugendflamme" abgelegt

Mit der Bayernhymne, dem Deutschland- und dem Frankenlied wurden anschließend traditionell die Fahnen gehisst, ehe das Lagerfeuer mit Fackeln entzündet wurde. Als Tageshöhepunkt genossen alle Teilnehmer nach Einbruch der Dunkelheit das Open-Air-Kino, bei dem "Fack ju Göhte 3" gezeigt wurde. Im Laufe der Woche war dann beispielsweise mit einem Volleyballturnier, Geländelauf und Karaoke-Abend noch jede Menge Spaß geboten. Aber auch die Ausbildung kam nicht zu kurz, denn der Nachwuchs zeigte, was in ihm steckt, und legte die Leistungsprüfung "Jugendflamme" ab.