In den Bobenproben waren, wie Karl Hellwig, Michael Nowak und Jürgen Suckfüll am Mittwoch informierten, um bis zu 470 Prozent erhöhte Konzentrationen bei Schwermetallen festgestellt worden. Als Vergleichswerte zogen die drei Wonfurter die Resultate von Bodenproben heran, die nahe der Wassergewinnungsanlage in Wonfurt (weiter entfernt vom Loacker-Gelände) entnommen worden waren.

Die Ergebnisse der Bodenproben, die drei Wonfurter Bürger in einem Umkreis von 100 Metern um die Firma Loacker haben analysieren lassen, entsprechen, wie das Landratsamtin seiner Stellungnahme schreibt, "ziemlich genau den Ergebnissen, die bereits am 7. Februar 2012 im Dekra-Gutachten auf der Homepage des Landratsamtes veröffentlicht wurden. Die Analysen haben zu keinen neuen Erkenntnissen geführt."

"Weit unter den Grenzwerten"

Die Messwerte liegen laut Behörde "alle weit unter den zugelassenen Grenzwerten. Selbst die Grenzwerte, die für Kinderspielplätze gelten, werden unterschritten." Dies könne im Dekra-Gutachten nachgelesen werden. Dass Bodenbelastungen in einem Industriegebiet höher sind als in einem reinen Wohngebiet "liegt in der Natur der unterschiedlichen Nutzung", meint das Amt.

Die Firma Loacker steht seit Monaten heftig in der Kritik. Beim Produktionsprozess in dem Recyclingunternehmen sollen Giftstoffe (Schwermetalle, Furane, Dioxine) in die Umwelt gelangt sein. Loacker bereitet Elektro- und Kabelschrott auf. Derzeit darf nur Kabelschrott behandelt werden.