In weiblicher Hand ist der Wertholzverkauf bei der Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) Haßberge mit Sitz in Hofheim. Birgitt Ulrich, Geschäftsführerin der FBG, und Försterin Anna Seitenzahl stellten am Wertholzplatz der Stadt Ebern das Ergebnis der diesjährigen Holzsubmission vor.
Am Lagerplatz im Frauengrund zwischen Ebern und Unterpreppach liegen derzeit 541 Festmeter Eichenstammholz auf. Insgesamt wurden von der Forstwirtschaftlichen Vereinigung Unterfranken (FVU) als Dachorganisation der unterfränkischen Forstbetriebsgemeinschaften mit dem Holz in Ebern an weiteren sechs Lagerplätzen 3155 Festmeter (Vorjahr: 2689) hochwertiges Holz aufgelegt.
"Mit dem Ergebnis der Submission waren wir heuer sehr zufrieden, was dem Holzmarkt für hochwertige Hölzer entspricht", sagte Birgitt Ulrich. Stammholzklassen der Kategorie vier und fünf brachten gute Ergebnisse. "Der Holzmarkt ist stabil und die diesjährigen Sturmschäden, vor allem in Niederbayern, hatten bei uns keine Auswirkungen", sagt die Geschäftsführerin. Wie Anna Seitenzahl ergänzt, sei die Nachfrage nach Nadelholz ebenfalls zufriedenstellend.


Eichenpreis bei 585 Euro

Während im letzten Jahr bei der Submission bei der Eiche ein Durchschnittspreis von 515 Euro pro Festmeter erlöst wurde, konnte der Preis heuer auf 585 Euro gesteigert werden, erläutern die beiden Frauen der FBG Haßberge. Darüber können sich die Waldbesitzer, die Wertholz auflegten, freuen. "Alle Eichen wurden sehr gut beboten", sagt Birgitt Ulrich.
Die junge Försterin Anna Seitenzahl berichtet: "Wir hatten neben heimischen Käufern drei Bieter aus Frankreich, hauptsächlich für Fassholz, je einen aus Österreich, aus Polen und aus Holland." Die "Braut", bester Stamm in diesem Jahr am Platz in Ebern, stammt aus dem Wald des Rentweinsdofer Maximillian von Rotenhan. Ulrich und Seitenzahl zeigen den Stamm, der 3,08 Festmeter hat und einen Festmeterpreis von 1839 Euro erzielte, also insgesamt 5664 Euro brachte.
Ulrich freut sich darüber, dass die Laubholzsubmission seit 13 Jahren erfolgreich durchgeführt wird. "Das Wert- und Schneideholz stößt auf Interesse von überregionalen und internationalen Laubholzverarbeitern", sagt sie. Mit einem Durchschnittspreis von 490 Euro pro Festmeter über alle Baumarten und Sortimenten, hätten die unterfränkischen FBGs das beste Ergebnis der letzten 13 Jahre erzielt. "Insgesamt haben 41 Firmen Interesse gezeigt und geboten", sagt Birgitt Ulrich.


Fassholzkäufer zahlten gut

Dazu ergänzt Försterin Anne Seitenzahl: "Der teuerste Stamm war eine Eiche aus dem Bereich der FBG Schweinfurt, der ein Gebot von 2627 Euro pro Festmeter erbrachte und damit einen Erlös von 5280 Euro erzielte." Fassholzkäufer, sagt Birgitt Ulrich, kauften erneut über dem Vorjahresniveau bei gleichzeitig gestiegenen Preisen.
Ihr Fazit: "Im Hinblick auf die aktuelle Marktlage und die angebotenen Qualitäten ist das Submissionsergebnisses vor allem in der Eiche sehr gut. Buntlaubholz ist, wie schon absehbar, leicht rückläufig. Bei Buche sind die Ergebnisse entsprechend der Marktlage auf fast gleichem Niveau zum Vorjahr." Durch die FVU wird eine Waldfläche von 169 000 Hektar betreut. Die Gesamtwaldfläche in Unterfranken beträgt 360 000 Hektar, die in Bayern 2,605 Millionen Hektar.