Noch am Wochenende brummten die Sauger, bald gurren die Tauben, gackern die Hühner - der "Bürgersaal" im einstigen Wirtschaftsgebäude der Bundeswehrkaserne nimmt Konturen an. Ab Montag laufen die Vorbereitungen für die Premierenveranstaltung an: eine Ausstellung des Kleintierzuchtvereins. Bis dahin sind die wichtigsten Nachbesserungen erledigt, wie Stadtplaner Jürgen Bergmann bei einem Besuch des Bauausschusses erklärte.

Wichtigster Bestandteil seiner Planungen: der Einbau von Damentoiletten, auf die die Bundeswehr früher so gänzlich verzichtet hatte. Die entstanden nun zusammen mit einer neuen Herrentoilette im Eingangsbereich, der komplett umgekrempelt und modernisiert wurde. Frischer Anstrich der Wände, neue Decke samt Beleuchtung sorgen für einen "freundlichen Eindruck". wie Bürgermeister Robert Herrmann (CSU) beim Ortstermin befand.

Rund 100 000 Euro flossen schon in Umbau und Umwidmung. Dazu gehört auch ein Beschallungsanlage für den Saal, die für 4400 Euro bei einer Baunacher Fachfirma in Auftrag gegeben wurde.
Bestellt ist auch schon die Möblierung, damit künftig 270 Besucher auf Stühlen und Tischen Platz finden. Im Januar erfolgt die Lieferung und zwar vor dem 15., da an diesem Tag der Neujahrsempfang angesetzt ist. Ein "Jour fix" des Bürgermeisters.

Der erkannte im neuen Bürgerhaus denn auch gute Voraussetzungen durch Halle und Bewirtungsmöglichkeiten. "Nahezu ideal und es war eine gute Entscheidung des Stadtrates, diese Nutzung anzustreben", lobte er die eigene Idee. "Wir können das Gebäude vermieten oder selber nutzen. Es war ein Glücksfall, da wir uns ein Gebäude dieser Größenordnung als Neubau nicht hätten leisten können", klang es wie eine Rechtfertigung des Bürgermeisters, der schon "weitere Mieter in Aussicht hat". So ist von einer überregionalen Kickbox-Veranstaltungim Frühjahr die Rede.

"Der Saal eignet sich für Familienfeiern wie auch Firmenpräsentationen", gab Herrmann den Marketingmanager und erkannte auch für Vorteile für heimische Gastronomen, die als Caterer zum Zuge kämen. "So ein Saal gehört zur Grundausstattung eines Mittelzentrums."
Auch wagte Herrmann einen Ausblick auf dieNutzung durch den Kulturring, da die Schul-Aulen durch die Ganztagesklassen immer mehr gelegt seien und eine "Parallelnutzung für andere Zwecke immer schwieriger wird".
Zur Ertüchtigung des Saales gehöre aber noch eine zweite Fluchtttür ("die Soldaten wussten, wohin sie flüchten mussten"), eine Verbesserung durch eine Akkustikdecke und ein Bühnenanbau mit zwei Nebenräumen, der aber 2013 und 2014 kaum zu finanzieren sei .