Eine zufriedene Bilanz zieht das Bayerische Rote Kreuz (BRK) im Landkreis nach Ende zweier weiterer Großveranstaltungen, die am vergangenen Wochenende im Kreis Haßberge stattgefunden haben. Sowohl das Altstadtfest in Ebern als auch die Biertage in Eltmann sind aus Sicht der jeweils vor Ort eingesetzten Einsatzleitung der Sanitätswachdienste sowie des Rettungsdienstes angenehm ruhig verlaufen. "Die Gäste haben friedlich gefeiert, wir musste keine Schwerverletzten versorgen oder Personen aufgrund von übermäßigem Alkoholkonsum mit Rettungswagen zur weiteren Überwachung in Kliniken transportieren", sagt Michael Will, Pressesprecher des BRK-Kreisverbandes Haßberge, im Rückblick auf das Wochenende.

In Ebern beim Altstadtfest wurde von Samstag bis Montag ausgelassen gefeiert. Nach Schätzungen der Polizeiinspektion Ebern dürften es an allen drei Tagen insgesamt rund 13 000 Besucher gewesen sein, die sich bei hochsommerlichen Temperaturen zum 40. Fest seiner Art in Eberns Altstadt eingefunden haben. Erhebliche strafrechtliche Verstöße hat die Polizei nach eigenen Angaben nicht festgestellt. Sie spricht in ihrer Mitteilung vom Dienstag vom "friedlichsten Fest seit neun Jahren".

An allen drei Tagen gab es nach den Worten von Rudi Hauck, Fachdienstleiter Sanitätsdienst beim BRK-Kreisverband Haßberge, insgesamt 75 medizinische Versorgungen, allerdings in aller Regel kleinere Hilfeleistungen. Am Samstag wurden in der Walk-Strasser-Anlage im aufgebauten Versorgungszelt des BRK sowie von jeweils zwei Fußstreifen insgesamt 35 Behandlungen durchgeführt. Überwiegend hat es sich nach Haucks Worten dabei um leichte Schnittwunden, Abschürfungen durch Stürze, Insektenstiche und andere Kleinigkeiten gehandelt. Ins Krankenhaus musste niemand eingeliefert werden.

Am Sonntag haben die Rotkreuzhelfer 15 Versorgungen gezählt, wobei das Verletzungsmuster wie am Samstag war. Auch am Sonntag gab es für den öffentlich-rechtlichen Rettungsdienst keinen Transport in die Klinik. 25 Versorgungen haben die ehrenamtlichen Helfer des Bayerischen Roten Kreuzes am Montag gezählt, wobei auch hier keine außergewöhnlichen Vorkommnisse zu verzeichnen waren. Allerdings musste ein junger Mann nach einem Wespenstich mit einer allergischen Reaktion vom Sanitätsdienst erstversorgt und anschließend zur weiteren Überwachung ins Krankenhaus Ebern eingeliefert werden. Zur Versorgung eines Jugendlichen mit lang anhaltendem Nasenbluten wurde ein Rettungswagen angefordert; der Transport in ein Krankenhaus war letztlich aber nicht erforderlich.

Ein großes Dankeschön richtet Rudi Hauck an alle Helfer der BRK-Bereitschaft Ebern für ihren ehrenamtlichen und zeitintensiven Einsatz, ebenso bei Auf- und Abbauarbeiten für den Sanitätsdienst. Insgesamt waren rund 35 Frauen und Männer dabei im Einsatz. Auch Kollegen von den Bereitschaften Zeil und Eltmann haben unterstützt. Bei Temperaturen von teilweise deutlich über 30 Grad Celsius ein sprichwörtlich "heißes Unterfangen". Lob spricht Hauck ebenfalls an die Feuerwehr Ebern aus, die in der Nacht zum Dienstag nach dem offiziellen Ende des Altstadtfestes die BRK-Kollegen spontan beim Abbau des großen Behandlungszeltes unterstützt hat. Überhaupt sei die Zusammenarbeit mit Feuerwehr, Polizei und dem Veranstalter sehr angenehm und reibungslos.

Ebenso zufrieden wie das Rote Kreuz zeigte sich in einer Bilanz zum Altstadtfest auch die Polizeiinspektion Ebern. Am Samstag und Sonntag mussten die Beamten laut Pressemitteilung keine strafrechtlichen Verstöße bearbeiten. Und auch der Festausklang am Montag blieb ebenso ruhig. Lediglich zweimal wurde die Polizei zu Einsätzen gerufen, wie Inspektionsleiter Siegbert Weinkauf mitteilte.

So seien um 21.30 Uhr Minderjährigen in der Innenstadt angeblich Drogen angeboten worden. "Nach kurzer Fahndung konnte ein junger Mann angetroffen werden, auf den die Beschreibung zutraf", berichtet Weinkauf. Die von ihm mitgeführten Tabletten und ein Glasfläschchen mit roter Flüssigkeit müssten jedoch erst untersucht werden, bevor beurteilt werden könne, ob es sich wirklich um verbotene Substanzen nach dem Betäubungsmittelrecht handelt.

Um 2.15 Uhr geriet ein angetrunkener junger Mann in der Rathausbar mit dem Sicherheitsdienst in Streit und wurde aus der Bar gebracht. Im weiteren Verlauf entwickelte sich eine Rangelei, bei der mehrere Sicherheitsleute beleidigt und einer davon leicht verletzt wurde. Auch hier müssen laut Polizei erst weitere Ermittlungen bezüglich der Hintergründe der Auseinandersetzung und dem genauen Ablauf der Rangelei angestellt werden.

Absolut friedlich verliefen aus Sicht des BRK-Sanitätswachdienstes gleichfalls die Biertage in Eltmann, wie Einsatzleiter Christian Krämer mitteilt. An beiden Tagen gab es insgesamt lediglich drei sanitätsdienstliche Versorgungen, allesamt nicht außergewöhnlich. Jeweils vier Helfer der BRK-Bereitschaft Eltmann waren an den beiden Tagen im Einsatz.