Er hat die zweite Chance beim Schopfe beziehungsweise am Griff gepackt. Ein kräftiger Schwung und schon drehte sich das Glücksrad. Klaus Hanke (58), Bademeister im Freibad am Losberg, hatte Losglück am Donnerstagabend bei der Ziehung des Bayernloses im Bayerischen Fernsehen und gewann 12.500 Euro.

Duplizität der Ereignisse: Wie bei der Schwimmbad-Wirtin Sabine "Biene" Schleicher vor fast neun Jahren war auch Bademeister Hanke als dritter Kandidat an der Reihe. Die beiden vor ihm sackten den Mindestgewinn von 2500 Euro ein und dann landete seine Kugel bei 12.500 Euro.

"Da war ein richtig tolles Erlebnis", schwärmte Hanke nach seiner Rückkehr. "Der Moderator und sämtliche Leute waren unheimlich nett, das war richtig gut."

Mit dem Sohn unterwegs

Zusammen mit seinem ältesten Sohn Florian war er nach München gefahren. "Zunächst wurden wir von den Mitarbeitern der Lottogesellschaft empfangen und eingewiesen." So hieß es, dass das Glücksrad mit Schwung gedreht werden muss, weil es sich mindestens drei Mal drehen muss.

"Da hatte mal einer den Hauptgewinn von 125.000 Euro, aber das Rad hatte sich nur zweieinhalb Mal gedreht, weswegen er nochmal drehen musste", hat Hanke so erfahren.

Im Sendehaus in Freimann dauerten die Vorbereitungen rund zwei Stunden. "Alle waren cool und locker." Danach ging es ins dreigeteilte Studio, von wo aus Abendschau, Sport und Bayernlos-Ziehung gesendet werden.

"Das ist viel kleiner, als man am Bildschirm denkt", erinnert sich Sabine Schleicher. "Das täuscht total", sagt sie, während sie Klaus Hanke die Daumen drückt. Mit dabei auch Monika und Thomas Heim von der örtlichen Lottoannahmestelle. "Das ist schon ein Volltreffer für den Klaus", stellt Heim fest.

Seit 2005 hatte er erst drei Kandidaten nach München "gebracht". "Die Biene, einen Reckendorfer und jetzt der Klaus." Was zeigt, wie gering die Chance ist, eine zweite Chance zu erhalten.

Klaus Hanke kauft regelmäßig das Bayernlos erzählt er in die Kamera. "Kleiner Einsatz, großer Gewinn." Das hat sich jetzt bewahrheitet. "Die 12.500 Euro sind super. Ich bin kein bisschen enttäuscht", gesteht er im Gespräch mit unserer Zeitung, obgleich er für den Fall eines Großgewinns schon mit einem Wohnmobil und einer kleinen Reise geliebäugelt hatte.

Was macht er mit den 12.500 Euro? "Die Kinder bekommen auf jeden Fall etwas", verspricht er. Da bleibt für den vierfachen Vater gar nicht mehr so viel übrig.