"Natürlich hoffe ich aber, dass es für Schwarz-Gelb am Ende reicht." Bär ist sich zugleich "sicher, dass die FDP in den Bundestag kommt." In den letzten 30 Jahren sei die Partei nur zwei Mal im bayerischen Landtag vertreten gewesen, und für die 35-Jährige war es vor fünf Jahren "eigentlich Zufall", dass die Liberalen den Einzug ins Maximilianeum geschafft haben. Im Bundestag aber waren die Liberalen stets. "Die werden also ganz locker die Fünf-Prozent-Hürde meistern."

Unterdessen glaubt die 35-Jährige aus Ebelsbach (Kreis Haßberge), als CSU-Direktkandidatin für den Wahlkreis 248 Bad Kissingen (das sind die drei Landkreise Rhön-Grabfeld, Haßberge und Bad Kissingen) wieder gut abzuschneiden. Sie persönlich habe in den letzten Wochen und Monaten intensiv für Wählerstimmen geworben. "Ich habe mir überlegt, ob ich mehr hätte machen können, und ich hätte nicht mehr machen können. Ich hatte keinen einzigen Tag Urlaub, war wirklich Tag und Nacht unterwegs, nicht nur im Wahlkreis, sondern bayernweit." Mitgenommen habe sie "ganz positive Grundstimmung, anders als vor acht Jahren", wie sie einräumt. "Wenn sich das nur ein bisschen vom Gefühl her bestätigt, bin ich eigentliche guten Mutes."

Nach ihrer Stimmabgabe in Ebelsbach ging es am Sonntag gleich nach München. "Wir habe heute Anwesenheitspflicht", machte Dorothee Bär deutlich. Als stellvertretende Generalsekretärin der CSU hat sie zusammen mit Generalsekretär Alexander Dobrindt für die CSU-Wahlparty eingeladen und ist für den Ablauf verantwortlich. Den Parteivorsitzenden Horst Seehofer erwartet sie "gegen 22 Uhr" zurück aus Berlin. Bei allen ihren Helferinnen und Helfern will sich die Politikerin dann am kommenden Samstag in Ebelsbach bedanken.

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