Den Umzug nahm Bürgermeister Stefan Paulus (CWG, SPD) zum Anlass, um bei einer kleinen Feierstunde die Räume offiziell ihrer Bestimmung zu übergeben.

Mitte der 1990er Jahre war die Bücherei in die Räume der Volksschule umgezogen. Das bedeutete damals schon eine spürbare Verbesserung. Doch nach mehr als 20 Jahren erwies sich der Raum als ungeeignet und nicht mehr zeitgemäß. "Es mangelte an Platz für Veranstaltungen, wie für Lesungen oder für entsprechende Rückzugsräume, um sich in einem Buch einzulesen", erinnerte Paulus.

Dies gehört nun der Vergangenheit an. Dank der Kreativität der beiden Innenarchitektinnen Franziska Stützlein und Lidwinia Barthelmes vom Büro BaurConsult wurden die bestehenden Räume der Bücherei modernisiert und zeitgemäß gestaltet. Der Raum wurde entkernt, neue Decken eingezogen und ein neuer Boden verlegt. Nicht nur die neue Einrichtung, sondern auch den Außenbereich bezeichnete Paulus als äußerst gelungen. Die Kosten für die Neugestaltung belaufen sich auf rund 100 000 Euro.

In diesem Zusammenhang dankte der Bürgermeister seinen Eltern Waltrud und Franz Paulus, die über 40 Jahre der Bücherei Knetzgau ihren Stempel aufgedrückt haben. Aber auch Bianka Raab und Denise Dippold galt ein besonderer Dank, die vor knapp vier Jahren die Leitung der Bücherei übernommen haben. "Das Interesse an den neuen Räumen ist groß", erklärte Bianka Raab. Erfreulicherweise konnten schon mehrere Neuanmeldungen verbucht werden.

Die Bücherei war während der Schulsanierung zwei Jahre lang mit längeren Schließzeiten in den Geschäftsräumen des ehemaligen "Sam" am alten Rathausplatz in Knetzgau untergebracht. Der Regierung von Unterfranken (Würzburg) galt für die Förderung und Anerkennung des Bedarfs ebenso ein Dank wie der Dreiberg-Schule Knetzgau mit der neuen Rektorin Antje Schorn. In regelmäßigen Abständen besuchen die Schulklassen während des Unterrichts mit ihren Lehrern die Bücherei.

Die Bücherei der Gemeinde Knetzgau kooperiert über das landkreisweite Model "Möwe" in Büchereifragen mit dem Bibliothekszentrum in Haßfurt, den Büchereien in Zeil, Hofheim, Ebern und Untermerzbach. Deren Vertreter wohnten größtenteils der Feierstunde bei.