Die Bauern haben's gewusst: Auch wenn der Winterschlussverkauf in vielen Geschäften weitgehend abgehakt ist, die ersten Frühlingsboten blühen und in den letzten Wochen alles "nauswärts" zu gehen schien: Der Winter darf längst noch nicht abgeschrieben werden. Der "Lichtmesstag" am 2. Februar markiert für die Landwirte traditionell einen entscheidenden Wendepunkt, von dem viele Bauernregeln künden. Die meisten davon besagen sinngemäß, dass Sonnenschein und warme Temperaturen an diesem Tag noch einen langen Winter bringen würden.


Mehrere Schneeunfälle

Früher war Lichtmess sogar ein Feiertag und traditionell jenes Datum, an dem die Dienstverträge der Mägde und Knechte verlängert wurden oder diese aber zum nächsten Hof weiterziehen mussten - eine Art Neujahrstag für die Bauern also.

Nach der milden Witterung der letzten Wochen käme den Land- und Forstwirten eine Frostperiode nochmals gelegen, weil sie dem Pflanzenwachstum gut täte und obendrein den Schädlingsbefall eindämmen könnte. Gut also, dass sich der Winter rechtzeitig zurückgemeldet hat. Am Wochenende wartete er mit reichlich Schnee auf. So bekamen die Winterdienste nochmals einiges zu tun und Faschingsheimkehrer mussten aufpassen, dass sie sich sie auf rutschigen Wegen nicht blaue Flecken holten.


Weggerutscht

Beulen zogen sich und ihren Fahrzeugen mehrere Autofahrer im Dienstbereich der Polizeiinspektion Haßfurt zu, weil sie am Sonntag ins Rutschen gerieten. Bei Aidhausen gab es am späten Vormittag einen Verletzten, als ein älteres Ehepaar mit seinem Auto nach rechts von der Fahrbahn abkam und in den Graben schlitterte. Das Auto musste ebenso abgeschleppt werden wie ein Fahrzeug, das gegen 12.45 Uhr in der Altershäuser Straße in Königsberg im Graben landete. Nicht weit entfernt davon prallte kurz nach 11 Uhr ein anderes Fahrzeug gegen einen Laternenmast. Dieser drohte umzufallen, weshalb die Feuerwehr eingreifen musste.

Gekracht hat es kurz nach 9 Uhr auch zwischen Haßfurt und Knetzgau, als ein Auto ins Schleudern geriet und die Leitplanke schrammte. Über die Schadenshöhe in all diesen Fällen konnte der Beamte am Telefon noch keine Auskunft geben, weil die Kollegen im Dauereinsatz unterwegs waren.


In Ebern ging alles glatt

"Vollkommene Stille" herrschte dagegen bei der Polizeiinspektion Ebern, in deren Dienstbereich bis zu dieser Zeit keinerlei Unfallmeldungen eingegangen waren. "Das freut einen natürlich als Polizist", bestätigte der Diensthabende am Telefon. "Vielleicht haben die dort die vorsichtigeren Autofahrer", lautete der spontane Kommentar des Haßfurter Kollegen.
Viele Bürger genossen den freien Tag zu Winterspaziergängen, Ausflügen mit dem Schlitten oder zum Schneemannbau.