Viel zu berichten gab es bei der Jahresversammlung der Schloßberggemeinde Königsberg von Burgvogt Eddi Klug über die Aktionen im letzten Jahr. So waren die Arbeiten der Maurergruppe 2017 hauptsächlich von Sicherungsmaßnahmen an der Burganlage geprägt. Anfang April ging es mit den Maurerarbeiten an der äußeren Wallgrabenmauer weiter. Die Mauer musste, um Unglücksfälle zu verhindern, auf eine Brüstungshöhe von ca. 1,10 Meter erhöht werden. Mitte Mai wurden im Burghof Richtung Freilichtbühne ein Geländer und im Wallgraben einige Handläufe an den Treppenauf- und abgängen angebracht. Die letzten Arbeiten im vergangenen Jahr führte die Arbeitstruppe am Basteiturm aus. Hier konnten noch einige Sandstein- und Betonsteinreihen aufgebaut und der Zwischenraum mit Beton verfüllt werden.

Durch die im ganzen Jahr recht starke Beteiligung am Wiederaufbau der Burgruine konnte viel für den Erhalt und Wiederaufbau der Burgruine getan werden. An Material wurden durch die Arbeitsgruppe verbraucht: 82 Sack Portland-Zement, 57 Sack Trass-Zement, 25 Sack Trass-Kalk, 15 Tonnen Sand und etwa 20 Kubikmeter Sandsteine.

Dass die Schloßberggemeinde für den einen oder anderen Arbeitseinsatz den Radlader oder ein Transportfahrzeug der Stadt Königsberg nutzen konnte, dafür bedankte sich der Burgvogt bei dem anwesenden Ehrenvorsitzenden der Schloßberggemeinde, Bürgermeister Claus Bittenbrünn, und dem Stadtrat.

Bei der Schloßberggemeinde gibt es auch einen Reinigungstrupp, die sogenannten "Besenweiber". Diese kümmerten sich das ganze Jahr um Sauberkeit und Ordnung auf dem Schloßberg. Mehrmals wurden Unrat und Laub im Burghof, im Wallgraben und dem Fußweg hinab zur Jugendherberge bis hinüber zum Steigäckerle entfernt. Etliche Male wurden die Türme und das Brunnenhaus gereinigt. Mit ihrem Einsatz sorgten die Besenweiber wieder für einen aufgeräumten und sauberen Eindruck auf dem ganzen Schloßberg.


Fast 75 000 Arbeitsstunden

Hinsichtlich der freiwillig geleisteten Arbeitsstunden auf dem Schloßberg konnte Eddi Klug mit beeindruckenden Zahlen aufwarten: Die freiwilligen Helfer leisteten im vergangenen Jahr insgesamt 1363,5 Arbeitsstunden. In dieser Zahl sind die vielen Stunden für Arbeiten, die im Hintergrund permanent ablaufen und für das Vereinsleben wichtig sind, nicht enthalten. Dazu zählen unter anderem die Kassier- und Schreibarbeiten, Botengänge, organisatorische Vorbereitungen, Strümpfe stricken, Bastelarbeiten und sonstige Hilfeleistungen.

Mit der Arbeitsleistung aus den vorangegangenen Jahren erhöht sich die Gesamtzahl der Arbeitsstunden an der Schloßbergruine von 1971 bis einschließlich Ende 2017 auf 74 953,5 Stunden.
Mit dem Dank an alle, die hierbei immer wieder mit anpacken und helfen und somit dazu beitragen, dass alles reibungslos abläuft, schloss der.Burgvogt seinen Rückblick auf die Bauarbeiten und Reinigungsarbeiten im Jahr 2017.

Anschließend ließ Klug noch einmal die vielen Termine und Veranstaltungen 2017 Revue passieren zu denen auch die alljährliche Coburgwanderung am letzten Samstag im September zählt. Über diese berichtete Wanderwart Erich Schulz: "Es war die erste Wanderung, bei der die Wanderer nicht direkt in Coburg ankamen. Trotzdem war es eine hervorragende Wanderung", resümierte er.

Auch für dieses Jahr hat die Schloßberggemeinde viel vor, wobei vor allem die Arbeiten am Basteiturm im Vordergrund stehen. Es gilt, die Mauer Stück für Stück nach oben Richtung Burghof neu aufzubauen. "Wie weit wir kommen, das wissen wir nicht!", meinte der Burgvogt dazu und fügte an, dass jede helfende Hand jederzeit willkommen sei.

Nach dem Kassenbericht durch Gerd Kost, der dieses Amt mittlerweile 38 Jahre bekleidet, nutzten die Schloßberggemeinde und die Stadt Königsberg den Rahmen der Hauptversammlung, um verdiente Mitglieder zu ehren. Die Schloßberggemeinde ehrte ihren Zweiten Burgvogt Heinz-Dieter Schmidt und das Gemeinderatsmitglied Herbert Sinner für ihre 25-jährige aktive Mitgliedschaft mit einer Dankesurkunde und einem Brotzeitbeutel.


Chefin der "Besenweiber" geehrt

Bürgermeister Claus Bittenbrünn übergab an das Gemeinderatsmitglied Inge Schneider eine Münze und einen Blumenstrauß für ihre 1010 geleisteten Stunden als Chefin der "Besenweiber". Das Stadtoberhaupt dankte bei dieser Gelegenheit allen für ihre Arbeitsleistungen im Zusammenhang mit der Schloßbergruine: "Ohne ihre Arbeitsleistung jeden Samstag würde die Burg nicht so dastehen". Besonders bedankte er sich bei Burgvogt Eddi Klug, den er als den "Motor an der Spitze" bezeichnete.

Mit einer Bilderfolge von Pfarrer Peter Hohlweg über "Schönheiten in der Königsberger Marienkirche" endete die harmonisch verlaufene Jahreshauptversammlung der Schloßberggemeinde Königsberg.