Eigentlich hatte es der Fatschenbrunner Ortssprecher Reiner Renner nur am Rande der jüngsten Gemeinderatssitzung erwähnt. Der Geschäftsmann Thomas Neundörfer aus Fatschenbrunn, der Inhaber einer Firma für Medizintechnik ist, spendiert für seinen Heimatort einen Defibrillator, der öffentlich zur Verfügung stehen soll.

Der Oberauracher Gemeinderat zeigte sich am Donnerstagabend überrascht, aber auch sehr dankbar, dass der kleine Ortsteil Fatschenbrunn nun eine Vorreiterrolle übernimmt, die schließlich Leben retten kann. Einstimmig wurde beschlossen, dass der Defibrillator am Fatschenbrunner Gemeindehaus angebracht und von dort auch mit Strom versorgt werden darf.

Bürgermeister Thomas Sechser (CSU) wünschte sich, dass sich dafür Nachahmer für andere Orte finden. Auch wenn die Handhabung an dem Defibrillator recht gut beschrieben ist und die Integrierte Leitstelle bei Notrufen telefonische Hilfestellung gibt, soll bei einem Informationsabend oder in der nächsten Bürgerversammlung die Bedienung des Gerätes der Bevölkerung näher gebracht werden.

Ansonsten standen vier Tagesordnungspunkte auf dem Programm des öffentlichen Teils der Gemeinderatssitzung im Rathaus Tretzendorf. Nachdem dem Gemeinderat im Dezember die überarbeitete Fassung des Förderprogrammes zur Erhaltung und Nutzung vorhandener Bausubstanz vorgelegt worden war, gab es einige Änderungsvorschläge. Gemeinderat Georg Jäger regte an, dass die Förderung auch für Gewerbeneuanmeldungen gelten soll. Reiner Renner fragte, ob es beabsichtigt sei, eine GmbH von der Förderung auszuschließen und Thomas Karg fand die Formulierung des Absatzes etwas verwirrend, in dem vorgeschrieben ist, dass die Arbeiten erst nach Bewilligung durch die Gemeinde begonnen werden dürfen, da ansonsten ein Anspruch auf die Förderung erlischt.

Der Geschäftsleiter der Gemeindeverwaltung, Bernhard Denner, stellte klar, dass die Abstellung auf natürliche Personen grundsätzlich gewünscht gewesen sei, da ausgeschlossen werden sollte, dass zum Beispiel Finanzierungsgesellschaften, die günstig Immobilien kaufen, gefördert werden. Der Vorschlag von Gemeinderat Jäger sei, zumindest was natürliche Personen betrifft, somit durch das Programm abgedeckt und der Vorschlag von Gemeinderat Karg nur redaktioneller Art, so Denner. Dem Änderungswunsch von Ortssprecher Renner wurde nicht entsprochen und somit einstimmig beschlossen, dass das kommunale Förderprogramm in der Fassung vom Dezember 2017 nicht geändert wird und ab 1. Januar 2018 anzuwenden ist.

Gemeinderat Roland Baumann erkundigte sich, inwieweit der Straßenneubau von Dankenfeld Richtung Schindelsee vorangeht. Bürgermeister Sechser wies darauf hin, dass das keine Gemeindeangelegenheit sei, sondern das Straßenbauamt hier das Sagen habe. Es werde zurzeit intensiv über den Ankauf notwendiger Grundstücke verhandelt, bei dem auch das Gemeindeoberhaupt mit eingebunden ist. Wenn alle Grundstücke erworben sind, stehe dem Straßenbau nichts mehr im Wege, so Sechser.