Die Sanierung des Oskar-Kandler-Zentrums mit Außenanlagen in Kirchlauter stand erneut auf der Tagesordnung des Gemeinderates. Nun erfolgte die Anpassung der Entwürfe nach den Vorgaben des Amtes für ländliche Entwicklung, um in den Genuss einer Förderung zu kommen. Das Projekt kommt nach den neuen Berechnungen auf Kosten von 1,399 Millionen Euro. Die Gemeinde hofft auf eine Förderung von rund 60 Prozent.

Bei dem Gebäude handelt es sich um einen Gewerbebau in Stahlbetonskelettbauweise mit Mauerwerksausfachungen und Nagelbrettbindern aus der Zeit zwischen 1960 und 1970. Das längliche Gebäude besitzt ein flach geneigtes Satteldach mit Ziegelleindeckung und wurde 1991 mit einem kleinen Mauerwerkanbau auf der Südseite ergänzt.

Momentan beinhaltet es einen Saal mit Bühne und wird für gemeindliche Veranstaltungen sowie von Vereinen genutzt. Außerdem ist das Bürgermeisterzimmer mit einem Sitzungssaal darin. Das nordwestliche Drittel des Gebäudes wird von der Feuerwehr genutzt.

An dem Gebäude herrscht großer Sanierungsbedarf, zumal es in keiner Weise den wärmetechnischen Anforderungen entspricht. Auch die Oberflächen im Inneren benötigen eine Sanierung. Lediglich der WC-Bereich ist vor zehn bis 15 Jahren renoviert worden.

Des Weiteren weist das Gebäude funktionale Mängel auf, die mit dem vorgelegten Konzept behoben werden sollen. Zum einen ist im Bereich der Bühne zu wenig Raumhöhe vorhanden, zum anderen herrscht eine ungenügende Tageslichtsituation im großen Gemeindesaal. Darüber hinaus fehlen Räumlichkeiten für die örtliche Musikkapelle, und eine sinnvolle Nutzung des großen Saales für kleine Vereine und Gruppen ist schwierig. Außerdem ist das Gebäude nicht barrierefrei erreichbar und besitzt keine Behindertentoilette.

Das Architekturbüro Schlicht-Lamprecht schlägt folgende Maßnahmen vor, die in Angriff genommen werden sollen. So erhält der Haupteingang ein neues Vordach als Stahl-Glas-Konstruktion. Der Gemeindesaal wird im Bereich der Bühne mit einer Dach-Erhöhung versehen, wodurch eine bessere Belichtung erreicht wird. Auf der Südseite erhält das Gebäude eine verglaste Terrassenüberdachung. Der Saal kann durch den Einbau von mobilen Trennwänden in kleinere Raumzonen aufgeteilt und dadurch vielseitig nutzbar werden. Die Außenhülle wird mit Vollwärmeschutz versehen, wobei alle Fenster und Türen ersetzt werden. Im Inneren werden alle Installationen erneuert und ferner werden die Außenanlagen neu gestaltet. Der Gemeinderat billigte diese Planung und beauftragte die Verwaltung, den Zuwendungsantrag zu stellen.

Der Bürgermeister Karl-Heinz Kandler (SPD) hatte das Gremium schon mehrfach über die Verhandlungen zum Beitritt zum Zweckverband Deutscher Burgenwinkel unterrichtet. Er betonte auch diesmal, dass der Zweckverband die Gemeinde bei der touristischen Vermarktung unterstützen könne. Der Gemeinderat sieht das anders und lehnte den Beitritt mit einer zu zehn Stimmen ab.

An der Förderinitiative "Innen statt Außen" des Amtes für ländliche Entwicklung Unterfranken beteiligt sich die Gemeinde aber und verpflichtete sich, vorrangig auf die Innenentwicklung zu setzen. Bei der künftigen Entwicklung sollen die vorrangige Nutzung von innerörtlichen Brachflächen und Gebäudeleerständen sowie der Verzicht auf die Neuausweisung von Bauflächen im Vordergrund stehen. Dies muss mit einem geeigneten Maßnahmenkatalog untermauert werden.

Das Gremium befasste sich auch mit dem Antrag auf finanzielle Beteiligung zur Entstehung des Projektes "Erlebniswelt Fränkischer Sandstein", den Bürgermeisterin Gertrud Bühl aus Breitbrunn dem Gremium vorstellte. Die Gesamtkosten für das Vorhaben in Breitbrunn belaufen sich auf 862 386 Euro. Der Gemeinderat bewilligte mit zehn zu eins Stimmen einen einmaligen Zuschuss in Höhe von 5000 Euro und tritt dem Förderverein mit einem Jahresbeitrag von 60 Euro bei.

Ein weiterer Tagesordnungspunkt war die Satzung über die Bestattungseinrichtungen. Änderungen wurden in die Satzung eingearbeitet. Neu ist, dass künstlerisch oder geschichtlich wertvolle Grabstätten oder solche, die als besondere Eigenart des Friedhofs aus früheren Zeiten gelten oder auf Persönlichkeiten hinweisen, dem besonderen Schutz der Gemeinde unterstehen. Neu geregelt wurden teilweise die Grabgebühren.