Von "Ober" nach "Unter" wird's problematisch. Auf der Kreisstraße zwischen den beiden Merzbacher Ortsteilen haben bis zum Jahresende die Baufahrzeuge Vorfahrt. Der Vollausbau macht eine Vollsperrung notwendig, wie Landrat Rudolf Handwerker (CSU) und Alfons Schanz, Leiter der Tiefbauverwaltung am Landratsamt, beim Baubeginn am Donnerstag informierten. Obermerzbach ist somit nur über die Umleitungsstrecke Gereuth-Wüstenwelsberg bzw. den Flurbereinigungsweg nach Memmelsdorf erreichbar.

Der Grund für den Ausbau dieser vergleichsweise wenig befahrenen Strecke liegt im Untergrund: "Lkw, Busse und landwirtschaftliche Fahrzeuge haben Probleme im Begegnungsverkehr; dazu kommen Fahrbahnschäden, die in den vergangenen Jahren vermehrt aufgetreten sind und die Unterhaltungskosten überproportional in die Höhe getrieben haben", heißt es in der Begründung von Alfons Schanz, der diese Kreisstraße seit 2002 im Ausbauplan hatte.

Folgende Arbeiten sind geplant: Verbreiterung der Fahrbahn von 4,50 auf 5,50 Meter, übersichtlichere Linienführung, Entschärfung von Kuppen und engen Kurven, verbesserte Sichtverhältnisse, auch die Entwässerung wird vorteilhafter gestaltet.

Die Arbeiten auf dem 860 Meter langen Streckenabschnitt kosten 637 000 Euro und werden von einer Baufirma aus Stettfeld erledigt. Der Landkreis wendet hierfür 305 000 Euro an Eigenmitteln auf, der Rest kommt vom Freistaat. "Die Kreisstraße wird durch die Baumaßnahme sicherer", ist sich Alfons Schanz sicher. Gehwege und Seitenflächen werden aufgrund der beengten Verhältnisse innerhalb der Ortsdurchfahrt Untermerzbach nicht angelegt.