Die punktuelle Dorferneuerung und die anstehende Jubiläumsfeier standen am Mittwoch im Fokus einer Bürgerversammlung im Maroldsweisacher Gemeindeteil Birkenfeld. Bürgermeister Wilhelm Schneider (CSU) erklärte, dass der Gemeindebauhof bei Vereinsfesten grundsätzlich nicht eingreifen dürfe, aber ein Ortsjubiläum einen besonderen Charakter besitze.

1200-Jahr-Feier

Gemeinderat und Festausschussvorsitzender Rupert Fichtner (CSU) erläuterte Details zum Jubiläum. Zurzeit stecken die Birkenfelder voll in der Planung. Am Wochenende, 19. und 20. Juli, soll es in Birkenfeld ein großes Jubiläumsfest geben, mit Feuerwehrtag am Samstag und großem Marktfest im Schlosshof am Sonntag.

Die kleine Dorferneuerung, weiteres wichtiges Thema der Versammlung, wird auf Baukosten von rund 370 000 Euro geschätzt, eine Summe, die man durch Förderungen und Eigenleistung gut in den Griff bekomme, hieß es. Der Kostenanteil des Markts Maroldsweisach soll unter 100 000 Euro liegen und auf die Anlieger sollen keine Kosten zukommen.

Fünf Projekte stehen in Birkenfeld im Fokus. Dies sind die Bereiche "Alte Schule", Kirche, Bushaltestelle, Ehrenmal und Gasthaus "Zum Stern". Dort sind bauliche Verbesserungen und eine Begrünung geplant. Wilhelm Schneider erklärte, dass nun bei der Bürgerversammlung jeder die Möglichkeit habe, seine Ideen einzubringen. Im Bereich der "Alten Schule" mit Feuerwehrgerätehaus sowie der Kirche sollen barrierefreie Zugänge geschaffen werden und zugleich auch Behindertenparkplätze an der Schule. Da in der Diskussion mehrmals mehr gepflasterte Fläche gewünscht wurde, wies Schneider darauf hin, dass auch die Vorgaben des Amts für Ländliche Entwicklung (ALE) Würzburg berücksichtigt werden müssen. Von dort kämen die Mittel, die für solche Projekte benötigt werden.

Ein besonderer Diskussionspunkt war der historische Kirchenaufgang vom "Steinweg" her. Er passt sich romantisch in das Ensemble aus Schloss, Fachwerkhäusern und Kirche ein, ist aber kaum begehbar. Einen Antrag, nachdem vieles erhalten werden sollte, kommentierte Bürgermeister Schneider mit den Worten "ein bisschen schwanger gibt es nicht". Wegen der Gestaltung soll am Donnerstag ein Ortstermin mit der Denkmalschutzbehörde abgewartet werden.

Beitrag zur Sicherheit

Peter Ruck vom technischen Büro Werner aus Eltmann stellte die Vorplanung vor, die er nach Skizzenvorlage des Landratsamtes erstellte. Das "teuerste Eck" dürfte der Bereich an der Bushaltestelle werden. Dort soll ein Wendeplatz mit einem kleinen Pavillon entstehen, damit die Kinder gefahrenlos den Bus erreichen.

Ein Teil der dort vorhandenen, versiegelten Fläche soll durch Grün und Pflasterung aufgelockert werden. Am Ehrenmal gibt es eine Zufahrt von den Anwesen hinter der Kirche zur Dippacher Straße, die sehr steil ist. Sie soll aufgelassen und als Fußweg ausgebaut werden.

Im Bereich des Gasthauses "Zum Stern" soll eine kleine Grünfläche entstehen, wofür die Details aber erst mit einem Anlieger abgesprochen werden müssen. Auf Vorschlag der Bürger wird überprüft, ob man den alten Wasserhochbehälter, der nicht mehr benötigt wird, zurückbaut und dort die Glascontainer unterbringt. Damit der Ort während der 1200-Jahr-Feier nicht zur Baustelle wird, soll erst im Herbst mit den Baumaßnahmen begonnen werden.