"Uns eint einfach die Leidenschaft für die Musik von Supertramp", sagen die Musiker der Tributeband "Century's Crime" unisono. Ihre Leidenschaft für die Hits, aber auch für die eher unbekannten Lieder der britischen Pop-Rockband hatten sie nach Haßfurt mitgebracht, wo sie am Samstagabend beim Kulturamt Haßfurt in der Stadthalle in Haßfurt ein großartiges Konzert gaben. Das Publikum gemischten Alters war angesichts der großen Nähe zum Original total begeistert.

Die "Wurlitzer" steht auf der Bühne

Denn die rund 300 Besucher einte ebenfalls die Freude an der Musik von Supertramp, die Pino G. als "Roger Hodgson" am Wurlitzer Electric Piano und an der Gitarre, Thomas Burlefinger als Rick Davies am Keyboard, Wolf Hail am Schlagzeug, Heiko Sahl an Klarinette, Mundharmonika und Saxophon sowie der Gastbassist Frank Stimpfig aus Würzburg so wunderbar interpretierten.

"Ich habe Supertramp früher gerne gehört und kenne die meisten Stücke, die heute gespielt wurden", erzählte Jürgen Baum aus Haßfurt. "Mir gefällt Century's Crime, da sie ziemlich nah am Original spielen!"

Auch Thomas Reichert aus Rügheim, ein "alter Supertramp-Fan", betonte: "Das macht richtig Spaß, ihnen zuzuhören, denn ich merke keinen Unterschied zum Original. Das Schönste aber ist, dass das Kulturamt solche Veranstaltungen anbietet."

Ganz anders als vor 20 Jahren!

Auch Tatjana Schäfer-Imle aus Schweinfurt, die an der Realschule Haßfurt unterrichtet, war voll des Lobes. "Ich hatte vor 20 Jahren für viele Jahre in Haßfurt gelebt und damals gab es kaum Freizeitangebote. Daher ist es toll, dass das Kulturamt so etwas anbietet. Petra Zirkler leistet wirklich gute Arbeit", sagte sie. "Positiv ist, dass Menschen in meinem Alter dadurch einfach Spaß haben und vom Alltag abschalten können, und ich habe mit einer Kollegin heute einen sehr gemütlichen Abend verbracht", berichtete sie. "Ich war schon immer Supertramp-Fan, und die Band spielt deren Musik auf sehr hohem Niveau und sehr nah am Original."

Auf die große Authentizität sind die Bandmitglieder auch sehr stolz. "Wir sind als einzige Band in der Originalbesetzung unterwegs und jeder von uns spielt die gleichen Instrumente und Parts wie unser Vorbild", erzählte Pino G., der die Band vor gut zwei Jahren gründete.

"Dabei orientieren wird uns an den Live- und Studioversionen von Supertramp aus der Zeit von 1974 bis 1983, da es nicht alle Lieder auch live gibt."

Pino G. ist die Reinkarnation von Robert Hodgson und verfügt wie er über eine tolle Falsettstimme, die ein Merkmal der Musik von Supertramp ist. Thomas Burlefinger wiederum steuerte seine ausdrucksstake, raue Stimme im Part von Rick Davies bei, und beide Musiker beherrschen ihre Tasteninstrumente perfekt.

Preisgekrönter Musiker

Wolf Hail, zweifacher Preisträger des deutschen Rock & Pop Preises, der auch bei "Barock" für den richtigen Groove sorgt, ist am Schlagzeug der ideale Partner, und Frank Stimpfig hatte sich als Ersatz für den Bassisten Jürgen Kochler bestens vorbereitet. Ein Highlight war das musikalische Allround-Talent Heiko Sahl, der nicht nur an den Blasinstrumenten fantastisch anzuhören war, sondern auch an der Melodika oder als Sänger beeindruckte. Eine abwechslungsreiche Lichtshow rundete die tolle Bühnenshow ausgezeichnet ab.

Während der beiden Sets kamen natürlich die Hits wie "Dreamer", "School", "Bloody well right", "Give a little bit" oder "Breakfast in America" zu Gehör. Doch die Band hat auch weniger bekannte Songs wie "From now on", "Just another nervous wreck", "Crazy" oder "Lady" im Repertoire, wobei Wolfgang Hail bei "Lady" seinen größten Auftritt hatte.

Das Publikum jedenfalls hatte seinen Spaß und nutzte auch die Tanzfläche sehr rege, um diesen besonderen Abend voll auszukosten. Am Ende gab es einen aufbrandenden Schlussapplaus, und die Band "Century"s Crime" verabschiedete sich schließlich mit "Lord is it mine" und "Crime of the century" aus Haßfurt.