"Wir haben im demokratischen und kollegialen Miteinander viel erreicht", lobte er die Disziplin des Ratsgremiums. "Wir haben es geschafft, zukunftsweisend für die Gemeinde zu arbeiten", stellte der Bürgermeister fest. "Wir sind neue Wege gegangen und haben das Lebensumfeld verbessert. Und der Erfolg gibt uns Recht. Es sind viele junge Familien mit Kindern zu uns in die Gemeinde gezogen", sagte Bürgermeister Helmut Dietz (SPD) bei der Jahresabschlusssitzung des Untermerzbacher Gemeinderats.

Die Sanierung des Brunnens in Memmelsdorf und die Breitbandversorgung sprach er als Herausforderungen der Zukunft an. Dass die Arbeit im Gemeinderat gut läuft und der Bürgermeister seine Sache gut macht, bestätigte Siegfried Kirchner (Freie Wähler), der Zweite Bürgermeister.

"Eine tiefschwarze Null"

Auch die weiteren Rückblicke der Referenten zeugten vom guten Miteinander. So berichtete Waldreferent Gerald Karl (FW) von einem generell sehr guten Zustand des Gemeindewaldes. "Nur die Verbiss-Situation ist leider immer noch nicht optimal. Hier geht mein Appell an die Jäger, den Wildbestand in erträglichen Grenzen zu halten."

Forstamtsrat Wolfgang Gnannt und Forstoberamtsrat Franz betonten: "Wir suchen unser Heil in der Pflege der Bestände". Die Gewinn-Maximierung stehe da hintenan Dennoch warf der Gemeindewald ein paar Euros ab. Voraussichtlich werden es etwa 7550 Euro sein. "Also eine tiefschwarze Null vor dem Komma", scherzte Gnannt.

Zum Verhältnis mit den Hemmendorfern, die Rechte im Gemeindewald haben, sagte er: "Das funktioniert mittlerweile hervorragend. Die Hemmendorfer machen sehr viel in Eigenleistung." Den Plan für 2014 stellte er ebenfalls vor. Darin rechnet er vorerst mit rund 17.000 Euro Einnahmen und etwa 13.000 Euro Ausgaben.

Franz Eder berichtete über die neue Forsteinrichtung, die voraussichtlich im Mai endgültig vorliegen wird. "Es hat sich nicht viel verändert", sagte er. Die Holzbodenfläche, also die Fläche der Gemeinde auf der tatsächlich Wald wächst, ist um ca. sechs Hektar auf 103,2 Hektar angewachsen. Auch hat sich die Zusammensetzung des Waldes leicht verändert. So ist der Anteil an Kiefern und Fichten zurückgegangen, während die Laubhölzer zugelegt haben.

Ein kleines Weihnachtspräsent hatte er für den Gemeinderat auch im Gepäck. Für den Ausbau des Waldwegs im "Rotreisach" hatte er den Bewilligungsbescheid für die 60-prozentige Förderung dabei.

Laut Feuerwehrreferent Reinhold Meixner mussten die Wehren im Gemeindegebiet 38 Einsätze absolvieren, darunter sieben Brände; der Rest betraf technische Hilfeleistungen. Aktuell gibt es 28 Atemschutzgeräteträger und in Untermerzbach war sogar eine neue Einheit zur Absturzsicherung ins Leben gerufen worden. Um den Nachwuchs müssen sich die Untermerzbacher Wehren ebenfalls nicht sorgen. Aktuell sind 26 Jugendliche aktiv.

Abgesagt, aber nicht ausgefallen

Jugendreferent Martin Mölter (SPD) zeigte sich erleichtert, dass das Ferienprogramm trotz Problemen doch zustande kam. . Das Ramba-Zamba-Festival musste dagegen offiziell abgesagt werden - inoffiziell fand es trotzdem statt. "Das war gut so, so sind wir relativ kostendeckend rausgekommen" resümierte Mölter den "schönen Abend." Auch beim Jugendtreff hat sich einiges getan. Die baulichen Probleme seien behoben und die Jugendlichen hätten sich sogar eine Theke eingebaut.

Fürs kommende Jahr stellte er wieder eine Jugendbürgerversammlung und erstmals einen Tagesausflug in Aussicht. Gute Arbeit in Sachen Jugend bescheinigte er den Vereinen: "Zusammen läuft das echt gut."

Hoch erfreut überreichte Dietz seinem Gemeinderatskollegen Heinrich Döhler (SPD)eine Urkunde für dessen langjährige kommunalpolitische Tätigkeit. "Heinrich ist seit 1990 bereits in der vierten Periode, bei uns im Gemeinderat. Er ist also ein alter Hase", stellte der Bürgermeister fest. Diese Zeit sei arbeitsreich und spannend gewesen. Dietz lobte Döhler für sein immer offenes Ohr für alle Mitbürger. Als selbstständiger Landwirt seit es nicht immer leicht, Zeit zu haben für die Politik, doch Döhler fehlte nur selten am Ratstisch. "Es ist schon bezeichnend, wenn einer so lange in der kommunalpolitischen Familie tätig ist", lobte Dietz.

Kinder und Gemeinde gewinnen

In der Gemeinde Untermerzbach kann man bald Strom tanken. Und Kinder aus der Gemeinde tankten Selbstvertrauen. Dafür sorgte ihr Erfolg beim Malwettbewerb der Gemeinde.

Gewonnen haben dieses Jahr Benny Fischer (fünf Jahre) in der Altersklasse der Drei- bis Fünfjährigen, Mia Hahnlein (sechs) in der Altersklasse der Sechs- bis Achtjährigen und Rabea Thomas (neun Jahre) in der Altersklasse der Neun- und Zehnjährigen. "Aber eigentlich sind alle Gewinner", würdigte Helmut Dietz die Werke aller 80 Kinder, die fleißig gemalt hatten. Die Bilder, die sich dem Thema "Weihnachten in aller Welt" widmen, werden im "Komm" ausgestellt. "So haben alle was davon".

Gewonnen hat auch die Gemeinde etwas. Beim Klimagipfel der Initiative Rodachtal hat die Gemeinde Untermerzbach eine Elektrotankstelle gewonnen, die aufgestellt werden soll, sobald ein geeigneter Standort dafür gefunden ist. "Denn ohne Strom geht auch die nicht", sagte Bürgermeister Dietz.