Das Thema Energie stand im Blickpunkt einer Sitzung des Zeiler Stadtrates. Die Stadt Zeil ist über ihre Stadtwerke selbst Stromanbieter. Sie vollziehen jetzt einen radikalen Wechsel: Zeil setzt künftig ausschließlich auf Öko-Strom. Der Strom, der über die Stadtwerke zu den Steckdosen der Kunden fließt, kommt nicht mehr aus Atomkraftwerken, sondern nur noch aus Wasserkraft und damit aus erneuerbaren Energien.

Nachdem es immer wieder Anfragen nach Strom aus erneuerbaren Energiequellen gegeben habe und die Firma City-Use vor kurzem ein günstiges Angebot für Ökostrom unterbreitet hatte, habe Zeil die Chance gesehen, auf Öko-Strom umzusteigen, berichtete Bürgermeister Thomas Stadelmann (SPD). Über die City-Use beziehen die beteiligten Kommunen ihre Energie. In einer größeren Einheit haben die meist kleinen Stadtwerke eine stärkere Marktposition.

Mit dem hundertprozentigen Umstieg auf Ökostrom ist eine leichte Anhebung des Strompreises verbunden. Sie liegt, wie der Stadtrat erfuhr, bei 0,2 Cent pro Kilowattstunde. Das bedeutet für einen Haushalt, der rund 4000 Kilowattstunden im Jahr verbraucht, Mehrkosten von acht bis neun Euro jährlich. Ein Mehraufwand, der nach Ansicht des Stadtrates zu vertreten ist.

Allerdings bleibt es nicht bei der Strompreiserhöhung: Weil die Stadt eine Vorgabe der Bundesnetzagentur (Vereinbarung für Sonderkunden) umsetzen muss, klettert der Strompreis zum 1. April 2012 um 0,8 Cent je Kilowattstunde. Insgesamt, einschließlich des neuen Ökostrom-Tarifs, müssen Kunden künftig mit Mehrkosten in Höhe von 40 Euro im Jahr rechnen (am Beispiel des bereits erwähnten 4000-Kilowattstunden-Haushalts).

Den ausführlichen Bericht lesen Sie in unserer Printausgabe, Fränkischer Tag, Lokalausgabe für den Landkreis Haßberge, vom 1. Februar 2012