Der neue Dorfbrunnen ist die ganze Freude der Theinheimer. Und das Rauhenebracher Dorf feierte das am Sonntag beim Brunnenfest. Es hatte etwas Exotisches, sprach doch der Urlaubspfarrer aus Uganda, Francis Ssengendo, die Segensworte.

Für die Vorsitzende der Theinheimer Landfrauen, Maria Scheuring, hatte sich so etwas wie ein Traum erfüllt: Sie lobte Bürgermeister Oskar Ebert, der entscheidend für das Zustandekommen und den Bau des Dorfbrunnens gesorgt hatte. Immerhin hatte Oskar Ebert höchst persönlich mit der Wünschelrute die Wasserader für den Brunnen ausfindig gemacht.

Mittelpunkt des Dorfes


"Mit dem Bau des Dorfbrunnens ist der Dorfplatz nun endlich zu dem geworden, was wir uns immer gewünscht haben", sagte Maria Scheuring, nämlich der Mittelpunkt des Dorfes. Und der werde als Kommunikationszentrum von der Bevölkerung sehr gut angenommen.

Die Vorsitzende der Landfrauen schloss mit dem Zitat des ehemaligen bayerischen Ministerpräsidenten Franz-Josef Strauß: "Möge Gott mir die Kraft geben, die Dinge zu ändern, die ich verändern kann." Dieser Satz habe sich beim Bau des Brunnens bewahrheitet. Danach sangen die Landfrauen, alle einheitlich in blauen T-Shirts, Volkslieder.

Marianne Brühl bearbeitete das Schifferklavier zu "Am Brunnen vor dem Tore" und "Wenn alle Brünnlein fließen" - und alle Anwesenden, ein-schließlich Bürgermeister und Gemeinderäte, sangen kräftig mit. Ebert würdigte die Initiative und das Engagement der Landfrauen. Sie könnten stolz sein auf ihr "Paradestück", zumal sie es selbst geplant und mitgestaltet hätten. Der Theinheimer Dorfbrunnen sei der schönste Brunnen in der Großgemeinde. Und noch dazu gut mit Wasser versorgt. Francis Ssengendo, der wegen einer Tauffeier etwas verspätet ankam, dem neuen Dorfbrunnen noch den kirchlichen Segen. Auch er wies in seiner Ansprache darauf hin, wie wichtig die öffentlichen Plätze in der Gemeinde für die örtliche und dörfliche Kommunikation sind. heki