Erlebnisse am Wasser, wie beim Besuch des Wasserspielplatzes der Landesgartenschau oder des Hainbades in Bamberg, sorgten für willkommene Abkühlung. Der Freitag begann nach Gewitter deutlich kühler und wegen Regens musste die geplante Radtour zu den "wilden Tieren" ins Wasser fallen. Die einfallsreichen Organisatorinnen Cynthia und Roxana Derra, Katharina und Franziska Hofmann sowie Marion Heinz brachte das aber nicht aus dem Konzept. Sie holten die Tiere kurz entschlossen in den Hof des Gemeindezentrums.

Ein großes Wildschwein und ein Reh standen plötzlich still und einträchtig nebeneinander im Gebüsch des Parkplatzes und konnten von den Kindern aus der Nähe betrachtet werden. Was so täuschend echt aussah, waren Tierpräparate von jagdbaren Wildtieren, die Jagdpächter Alfred Schöpplein, Forstschutzbeauftragter aus Ebelsbach, aufgestellt hatte. Er erläuterte den Kindern anschaulich, wie die Waldbewohner leben und sich in der Natur verhalten. Den Feldhasen kannten die meisten Kinder, obwohl man ihn leicht mit einem Kaninchen verwechseln könne. "Hasen haben viel längere Beine und Ohren", erklärte ihnen Schöpplein, "und sie verhalten sich ganz anders als Kaninchen". Am Präparat zeigte der Tierkenner "die Löffel", die langen Ohren des Hasen, mit denen er ausgezeichnet hören kann.

Frische Luft macht hungrig, deshalb freuten sich alle nach dem "falschen Hasen" über echte Bratwürste im Teigmantel, die später von einer Bäckerei aus Breitbrunn geliefert wurden. Die Getränke sponserte Schöpplein.

Als dann die Frage nach dem schönsten Erlebnis der Ferienwoche gestellt wurde, sprudelten die Meinungen durcheinander, aber der Besuch des Hochseilgartens in Bad Windsheim stellte sich als Favorit heraus. Der achtjährigen Annalena aus Lußberg gefiel besonders, dass sie dort "ganz hoch schaukeln" konnte. Ein bunter Abend mit Lagerfeuer, Nachtwanderung und Übernachtung im Gemeindezentrum beschloss die erlebnis- und lehrreiche Ferienwoche.