Am Sonntag, 19. März, sind viele Blicke auf die Gemeinde Theres gerichtet: Dort wird der Bürgermeister gewählt.

Zunächst sah es so aus, als würde Amtsinhaber Matthias Schneider (CSU) der einzige Bewerber um das höchste Amt in der Gemeinde bleiben. Aber dann kam überraschend doch ein zweiter Kandidat. Die Soziale Unabhängige Bürgergemeinschaft Theres (SUBT) nominierte den 54-jährigen Mario Dorsch als ihren Kandidaten. Die Frage ist: Wer sitzt künftig auf dem Stuhl des Bürgermeisters von Theres im Verwaltungsgebäude (VG) in Obertheres?


2268 Wahlberechtigte

Als Gemeindewahlleiter fungiert Zweiter Bürgermeister Manfred Rott (CSU). Die Gemeinde hat 2268 Wahlberechtigte. Der Amtsinhaber Matthias Schneider ist seit sechs Jahren im Amt. Er war 2011 als Nachfolger von Hans-Peter Reis (ebenfalls CSU) berufen worden. Vor Reis waren Theo Stierhof und Toni Voit die Bürgermeister in Theres. Seit Voit werden die Bürgermeister in der Maintalgemeinde außerhalb der turnusgemäßen Kommunalwahlen bestimmt.

Matthias Schneider gilt als Favorit bei der Bürgermeisterwahl. "Ich rechne mir Chancen aus", wiedergewählt zu werden, sagt Schneider mit Blick auf den kommenden Sonntag. Zuversichtlich stimmen ihn das Geleistete in den vergangenen sechs Jahren und die Reaktionen vieler Bürger auf seine erneute Kandidatur in Theres.

Der 45-jährige Schneider ist verheiratet und hat zwei Kinder. Vor seiner Tätigkeit als Bürgermeister war er Polizist in der Inspektion Haßfurt.


Das ist Demokratie

Dass er mit Mario Dorsch einen Gegenkandidaten bekommen hat, wertet Schneider eher als positiv. Zur Demokratie gehöre auch eine Wahlmöglichkeit, meint er. Die Bevölkerung solle die Möglichkeit haben, zwischen verschiedenen Personen auswählen zu können.

Die Gemeinde Theres hat unter seiner Regie zuletzt viele große Projekte angeschoben, die in den kommenden ein bis zwei Jahren realisiert werden sollen. Das sind der Neubau der Schulsporthalle mit Dorfgemeinschaftshaus in Obertheres, der Neubau des Feuerwehrhauses in Obertheres und die Sanierung der Kläranlage in Buch. Dass sich die Projekte jetzt häufen, hat laut Schneider vor allem damit zu tun, dass die Vorbereitungs- und Entscheidungsprozesse ihre Zeit brauchen. Vieles müsse sich erst entwickeln, bevor es umgesetzt werden kann.
Wichtig ist dem amtierenden Bürgermeister, dass die Bürger eingebunden werden. "Ich habe immer versucht, die Bürger mitzunehmen", betont er.


Hoffnung auf gutes Ergebnis

Sein Gegenkandidat Mario Dorsch räumt ein: "Natürlich bin ich der Außenseiter." Gegen einen Amtsinhaber anzutreten, sei immer schwierig, weiß der 54-Jährige, der als freiberuflicher Bauleiter ein Büro im Thereser Gemeindeteil Horhausen leitet. Dorsch ist verheiratet und hat fünf Kinder.

Auch wenn er sich als Außenseiter einstuft, so wünscht er sich auf jeden Fall ein gutes Ergebnis bei der Wahl. Er und seine Wählergruppe hätten sich gut vorbereitet und ein gutes Programm erarbeitet, wie er unserer Zeitung schildert. Wichtig ist ihm, dass er allein mit seiner Kandidatur Themen angesprochen sowie Diskussionen veranlasst hat, die es wert sind, dass darüber nachgedacht wird.

Als einen "wichtigen Punkt" sieht er ein Projekt Wohnanlage/ Betreutes Wohnen für Senioren an. Er möchte sich für die Familienförderung starkmachen, könnte sich einen Bahnhalt in Obertheres vorstellen, wünscht ein Förderprogramm, um gegen Leerstände oder drohende Leerstände vorzugehen - nach dem Beispiel der "Hofheimer Allianz". Dorsch fordert die Unterstützung der Gewerbetreibenden und warnt vor einer hohen Verschuldung der Gemeinde, wie sie sich aktuell abzeichnet.

Allgemein ist Mario Dorsch der Ansicht, dass bisweilen Stillstand in Theres herrscht. Er wünscht sich mehr Bewegung.