Irgendwie war es ja schon immer ein "Musentempel", auch wenn die "Musik", die dezent nach außen dringt, ziemlich monoton klingt. Es summt mit 50 Hertz, tiefer als der Kammerton (330 Hertz). Doch das Brummen des Wechselstroms ist dank Schalldämmung mittlerweile nahezu verstummt, das Trafohäuschen gegenüber der Kellergasse an der Andreas-Humann-Straße übernimmt neben der Energieversorgung nun ein neue (künstlerische) Aufgabe.

Erhalten andere Trafo-Häuschen eine neue Nutzung als Vogelhotels, soll der Quadratbau nahe dem Baywa-Gelände nun gestalterisch aufgepäppelt werden.

Als Sponsor der Kunstaktion an den vier Wänden fungiert die Bayernwerk AG, die in ausgewählten Gemeinden solche Projekte umsetzt, wie Christian Ziegler, Kommunalbetreuer des Bayernwerks, Bürgermeister Jürgen Hennemann (SPD) schon vor Wochen erzählte, als nach der Eröffnung der E-mobil-Ladestelle am Kujathhaus ein entsprechendes Objekt im Stadtgebiet ausgesucht wurde und die Wahl auf den Bau neben dem Tegut-Kreisel fiel.

Vorschläge erbeten

Anhand eines Katalogs zeigte Ziegler dem Bürgermeister, was bayernweit schon alles verwirklicht wurde.
Doch von der Lüftlmalerei oberbayerischer Prägung hält Hennemann nicht viel bis nix, wie er jüngst in einer Sitzung des Bauausschusses wissen ließ. Deshalb bat er seine Kollegen und bittet auch die Bevölkerung um Vorschläge. "Wer pfiffige Ideen hat, soll sich bei mir melden", bat er um Rückmeldungen, die im Bereich von 15 000 Hertz (pfiffig) liegen.

Eigene Ideen hat der Bürgermeister auch schon entwickelt, wobei eine Umsetzung stets mit der vom Bayernwerk beauftragten Agentur abzustimmen wäre.

Hennemann Vorschlags-Katalog umfasst u.a.: eine Bahnhofs-Szene mit Pommes-Ausgabe, eine Fabrikhalle (wegen der Nähe zu FTE), ein Hinweis auf die Partnerschaft zur Tiroler Gemeinde Strass, eine Möglichkeit, die "Heldentat von Dr. Baumann (Kapitulation deutscher Truppen in der Normandie) zu verewigen" oder einfach nur einen Blick auf Ebern von einem der vielen Hügel ringsum.

Aus Reihen des Bauausschusses kamen Anregungen, wie das Eberner Kegelspiel oder den Burgenwinkel dort markant und ansprechend gestaltet zu platzieren.