EbernDas Thema Hallenbad in Ebern bleibt ein Problemfall. Die finanzielle Belastung schlug im Jahr 2015 mit 1,95 Millionen Euro zu Buche, doch die Inbetriebnahme wird sich weiter verzögern, mindestens bis nach den Sommerferien, wie Bürgermeister Jürgen Hennemann bei der Jahresabschlusssitzung des Stadtrates bekannt gab. Doch das Datum stehe auch jetzt noch nicht fest. Mängel am Bau hatten für eine monatelange Verzögerung gesorgt.
Wegen der Finanzierung des Bads, "mussten andere Projekte, die nötig gewesen wären, zurückgestellt werden", berichtete Hennemann. Auch die Betriebskosten des Bades werden die Stadt mit jährlich 100 000 Euro belasten.


Steuereinnahmen sprudeln

Positiv seien die Gewerbesteuereinnahmen, die er vorläufig mit 3,17 Millionen bezifferte, rund 400 000 Euro mehr als geplant. Deshalb habe man auch ungeplante Rückzahlungen leisten können. Auch bei der Einkommensteuer sei mit einem Plus zu rechnen, etwa 3,47 Millionen werden es sein, 150 000 Euro mehr als angenommen. Eine Sondertilgung über 222 000 Euro sei erfolgt. "Unseren Schuldenstand konnten wir auf 7,9 Millionen reduzieren" so der Bürgermeister.
Teurer als geplant wurde der Ausbau des Pfarrzentrums. 101 000 Euro wurden den Angaben zufolge ausgegeben, 25 000 mehr als geplant.
Erträge aus dem Grundstockvermögen der Dr.-Jakob-Löhr`schen-Stipendiumstiftung stehen 2016 nicht zur zur Verfügung, sagte Bürgermeister Jürgen Hennemann (SPD) in der Schlusssitzung des Stadtrates am Donnerstag.
Vielmehr habe man bereits 2015 das Barvermögen angreifen müssen. Die Ausgaben der alten Stiftung, deren Erträge eigentlich jungen Studierenden aus der Stadt zugute kommen sollten, beliefen sich auf 1893 Euro.


Sorge um Stromtrasse

Weiter teilte Hennemann mit, dass von der Stadt Ebern und den Gemeinden Rentweinsdorf und Pfarrweisach eine Stellungnahme zum Ausbau von Übertragungsnetzen abgebeben wurde. Hennemann: "Es ist gar nicht so leicht rauszubekommen, was überhaupt geplant ist. "Wir haben unsere Argumente zu möglichen Trassen von Übertragungsnetzen dargelegt." Ob auch das Gebiet der drei genannten Gemeinden durch die Stromtrasse Richtung Grafenrheinfeld betroffen ist, stehe noch nicht fest.
Relativ kurz hielt sich der Bürgermeister mit seinem statistischen Jahresrückblick. "Zahlreiche Themen wurden angepackt, eine gute Zusammenarbeit in den Gremium war gegeben", befand Hennemann.
Er lobte das ehrenamtliche Engagement in der Stadt Ebern. "Ich bin stolz auf Ebern, dass die Aufnahme und Integration der Flüchtlinge so gut funktioniert", sagte Hennemann.
Erfreulich sei auch, dass 100 neue Arbeitsplätze durch die Landesbaudirektion kommen. Wann es soweit ist, könne noch nicht gesagt werden, auch müsse noch ein Standort für diese Behörde gefunden werden.
Weitere Punkte in seiner Ausführungen, die für den Fortschritt stehen, waren das Erweiterungsvorhaben der Firma Ebner Logistik, der Drogeriemarkt, der kommen wird, der Neubau der Diakonie mit Kindertagesstätte und das Betreuungsgebäude für Grundschüler.