Im Landkreis Haßberge gedeihen prächtige Weine. Schmackhafte Beweise der Leistungen der Winzer. Zwei Winzer aus Sand standen bei der Fränkischen Weinprämiierung besonders im Blickpunkt: Der Staatsehrenpreis würdigt die anhaltenden Bemühungen von Winzer und Sommelier Mathias Rippstein, der Ehrenpreis des Landkreises Haßberge machte den Sander Winzer Jürgen Hofmann stolz.

Edle Tropfen aus dem Landkreis Haßberge überzeugten außerdem die Jury bei der Fränkischen Weinprämierung durch Geschmack und Qualität: Zehn Winzer aus dem Abt-Degen-Tal punkteten mit 71 Weinen und sechs Sekten. Die heimischen Weinmacher heimsten 18 Goldmedaillen, 41 Silbermedaillen und 18 Bronzemedaillen ein.

Sie scheuen den Vergleich nicht

Bei der Weingala in Würzburg freute sich Artur Steinmann, der Präsident des Fränkischen Weinbauverbands, dass die fränkischen Winzer den objektiven Vergleich mit ihren Kollegen nicht scheuen und ihre Weine zahlreich zur Fränkischen Weinprämierung einreichen.

Ministerialdirektor Martin Neumeyer, Amtschef des bayerischen Landwirtschaftsministeriums, zeichnete drei Betriebe für herausragende Leistungen mit dem bayerischen Staatsehrenpreis aus, darunter das Wein-gut A. & E. Rippstein aus Sand am Main. In der Kategorie bis 40 Hektar erhielt Mathias Rippstein die Ehrung unter anderem für seine 2011er Sander Kronberg "Pure Sand" Silvaner Spätlese trocken.

Ein ideeller Preis

Diese höchste bayerische Auszeichnung ist ein ideeller Preis mit dem Ziel, den Preisträgern Anerkennung für ihr konsequentes Qualitätsstreben auszusprechen. Es wird jeweils der Betrieb geehrt, der in den vergangenen drei Jahren in seiner Betriebsgrößenklasse (unter vier Hektar, vier bis 40 Hektar, über 40 Hektar) die beste Prämierungsquote erzielt hat, und somit den höchsten Anteil an prämierten Weinen an seiner Gesamtproduktion aufweisen kann.

Nachdem der Winzer und Sommelier Mathias Rippstein zunächst die Welt bereist und wertvolle Erfahrungen gesammelt hatte, übernahm er 1997 den Weinbaubetrieb von seinem Vater und baute ihn in den folgenden Jahren zu einem Weingut aus.

Auf den verwitterten Sandsteinkeuperböden wachsen die Rebsorten Silvaner, Müller-Thurgau, Weißer Burgunder, Riesling, Bacchus, Kerner, Domina, Dornfelder und Merlot. Mathias Rippsteins Weinphilosophie richtet sich darauf, authentische Weine in Einklang mit der Natur zur erzeugen, die Leidenschaft und Liebe erkennen lassen. Mittlerweile spielt das Weingut im Konzert der Großen erfolgreich mit und lässt bei Verkostungen immer öfter aufhorchen.

Eine besondere Auszeichnung bei der Fränkischen Weinprämierung ist auch der Ehrenpreis des Landkreises Haßberge. Mit dem 2011er Sander Himmelsbühl, Silvaner Kabinett tro-cken, hat der Weinbaubetrieb Hofmann aus Sand voll den Geschmack der Jury getroffen.

Weinmacher Jürgen Hofmann hat sich für den ausgezeichneten Wein nicht nur Goldmedaille, sondern auch Ehrenpreis des Landkreises Haßberge verdient. Der Ehrenpreis würdigt in erster Linie die hervorragende Qualität des Weines. Gleichzeitig berücksichtigt der Ehrenpreis auch die Prämierungsquote der vergangenen drei Jahre und somit kontinuierliche Qualität.

In der ersten Liga

Rudolf Handwerker zeigte sich stolz auf die heimischen Winzer. Obwohl das Weinbaugebiet in den Haßbergen klein ist, meinte er, fielen die Winzer oft durch hoch prämierte Weine auf und spielen in der ersten Liga mit. In den vergangenen Jahren habe sich im Weinbau viel getan: Qualität und Anbaufläche sind ständig gewachsen. Die Winzer seien sich der Verantwortung bewusst, als Eingangspforte zum Frankenwein zu dienen.