Mit den Bieranstich durch den Eltmanner Bürgermeister Michael Ziegler wurde am Samstag das 18. Limbacher Flößerfest offiziell eröffnet. Bei der brütenden Hitze hatten sich dazu nur wenige Besucher eingefunden. Nach Sonnenuntergang war der Festplatz jedoch "proppevoll". Mit einem Frühschoppen und einem Mittagstisch sowie Festbetrieb bis in die Nacht hinein ging das Flößerfest am Sonntag weiter.

Starke Gemeinschaft trägt das Kulturleben

In diesem Jahr bereits zum 18. Male richtete die Limbacher Dorfgemeinschaft, bestehend aus dem TSV Limbach, dem Gesangverein "Sängerlust", dem Musikverein, und der Soldaten- und Kriegerkameradschaft, das inzwischen sehr beliebte Flößerfest als Gemeinschaftsveranstaltung aus. Ihre Mitglieder und Helfer hatten am Samstagabend und den Sonntag über alle Hände voll zu tun, um die vielen Festbesucher zu bewirten.

Ein Aushängeschild und Schmankerl beim Flößerfest in Limbach ist die "Sau am Spieß". Grillmeister Reimund Geheb hatte das "Schweinerl" am Samstag bereits ab 9 Uhr über die glühende Holzkohle gehängt. Sein Job war schweißtreibend. Der Spieß drehte sich dann stundenlang, damit die "Sau am Spieß" zum Bieranstich fertig gebraten war. Richard Fösel schnippelte dann die Portionen ab. "Die Scheiben dürfen nicht dicker als eineinhalb Zentimeter sein", sagt er. Und Grillexperte Reimund Geheb war sich sicher: Dieses Gericht kommt bei den Besuchern so gut an, weil er seine "geheime, aber altbewährte Gewürzmischung" verwendet. Wie die lautet? Wird natürlich nicht verraten.

Fest mit einem eigenen Profil

Bürgermeister Michael Ziegler dankte bei der Eröffnung den ehrenamtlichen Helfern in dem Eltmanner Stadtteil. Sie erfüllen den Ort mit Leben. Und sie sorgten dafür, so Ziegler, dass sich das Flößerfest im Terminkalender fest etabliert habe und eine Traditionsveranstaltung geworden sei. Das Fest am Ufer des Mains hat sein ganz eigenes Profil und ist im August ein Höhepunkt.

Asylbewerber sind eingebunden

Integration läuft offenbar in Eltmann, denn bei den Aufbauarbeiten halfen den Limbachern heuer die hier und im nahen Knetzgau untergebrachten Asylbewerber. Einer von ihnen, Gzoan Gndor, half sogar beim Fest im Pizzastand mit. Stadträtin und Pastoralassistentin Isabell Friedrich fand das prima und unterstrich: "Das Flößerfest ist die Weiterführung einer guten Tradition. Es verbindet die Menschen und fördert die Dorfgemeinschaft."

Stadtrat Alois Böhnlein, seit 2002 Festleiter des Limbacher Flößerfestes, meinte, dass er mit seinem Helferteam ab Mitte Mai mit den Vorbereitungen des Flößersfestets beschäftigt ist - die Organisation macht sich nicht von alleine.

Die Musikkapellen wurden bereits ein Jahr zuvor gebucht. "In diesem Jahr mussten wir ein neues Floß mit Flößer-Hütte bauen, nachdem das vorherige in die Jahre gekommen ist", weiß Alois Böhnlein zu berichten. In diesem Zusammenhang dankte er Fred Geisel für den Holztransport und Stadtförster Christian Batsch, der besonderes Holz auswählte; es ist witterungsbeständiger als das alte. Eine Herzensangelegenheit von Alois Böhnlein ist es, den vielen Kuchenbäckerinnen zu danken, die zum Flößerfest wunderschöne Torten und Kuchen spendeten.

Die "Blauen Zipfel" sorgten für eine lauschige Partynacht am Samstag. Den gemütlichen Frühschoppen am Sonntagvormittag genossen auch etliche Gäste. Für einen runden Ausklang sorgten am Sonntagnachmittag die "Florinos".