Eine "angenehme" Aufgabe stellte Bürgermeister Helmut Dietz (SPD) an den Beginn der Jahresschlusssitzung des Gemeinderates von Untermerzbach. Er zeichnete die Gewinner des weihnachtlichen Malwettbewerbs aus. "Weihnachtszeit, schöne Zeit, Glocken klingen weit und breit", war das Motto des Malwettbewerbs. Ausgezeichnet in der Altersgruppe bis fünf Jahre wurde der dreijährige Gianmarco Di Virgilo aus Memmelsdorf, in der Altersgruppe bis acht Jahre hatte die achtjährige Leonie Süppel aus Gleusdorf die Nase vorne. Sina Knauf aus Untermerzbach ist neun Jahre. Sie siegte in der Altersgruppe bis zehn Jahre. In der Gruppe bis zwölf Jahre gewann die zwölfjährige Emilie Mölter aus Untermerzbach. Für alle gab es kleine Präsente.


Stattlicher Erlös

Bei der Jahresabschlusssitzung des Gemeinderats von Untermerzbach führte Forstamtsrat Wolfgang Gnannt vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Schweinfurt (AELF) das Wort. Der Forstmann, der den Gemeindewald betreut, blickte auf das Jahr 2016 zurück und gab für 2017 Ausblick.
407 Festmeter Holz aller Sorten wurden 2016 im Gemeindewald Untermerzbach eingeschlagen. An Fördergeldern gab es in diesem Jahr 2408 Euro für die Jungholzpflege auf einer Fläche von gut sechs Hektar. Einnahmen von 54 800 Euro standen Ausgaben von 20 780 Euro entgegen, was zu einem Betriebsergebnis von etwa 34 000 Euro Plus führte.

Im Waldwirtschaftsplan für 2017 sind für die Holzernte Einnahmen einschließlich Fördergelder von 31 000 Euro und Ausgaben von 24 200 Euro vorgesehen, was einem vorläufigen Betriebsergebnis von 6815 Euro entspricht. 510 Festmeter Holzentnahme sind in den Wäldern der Gemeinde für das Jahr 2017 vorgesehen.
Auf den Wald in Hemmendorf eingehend teilte Gnannt mit, dass die Hemmendorfer ihr Holz selbst machen. 86 Festmeter seien das gewesen, 2017 sollen 90 Festmeter entnommen werden. "Die nachhaltige Nutzung unter ökonomischen und ökologischen Gesichtspunkten werden wir auch im kommenden Jahr im Blick haben, der Untermerzbach Wald kann sich sehen lassen", schloss Wolfgang Gnannt seine Ausführungen.

Hinsichtlich möglicher Verbissschäden sei man mit dem Jagdpächter im Gespräch, sagte der Bürgermeister auf Frage von Gemeinderat Heinrich Döhler (SPD). Gnannt bestätigte auf Frage von Dietz, dass sich der angekaufte Wald gut im Gesamtbild einfüge. "Das war ein guter Griff, da sind einige Sahnestückchen drinnen", sagte der Förster. Der Gemeinderat stimmte per Beschluss den Waldwirtschaftsplänen zu.


Großes Pensum

Bürgermeister Helmut Dietz (SPD) stellte in seinem Rückblick die Arbeit des Gemeinderates dar. Elf Gemeinderatsitzungen, vier Bauausschuss- und eine Sitzung des Kultur- und Sportausschusses fanden 2016 statt, dazu drei Sitzungen des Zweckverbandes Itzgrund. "Leider sind wir hier mit unserem Projekt einer gemeinsamen Betreuung der Abwasser- und Wasserversorgung wegen Personalproblemen nicht weiterkommen", bedauerte er. Hinzu kommen jeweils zwei Sitzungen der Wasserzweckverbände Rentweinsdorfer- und Pfarrweisacher Gruppe.

Zum Scheitern des Windkraftanlagenprojekts Lichtenstein-Buch sagte er: "Es war eine Erfahrung, wie Projekte durch unsachliche Diskussion, auf polemische Art und durch Stimmung von Minderheiten zerredet und verhindert werden".
Als erfolgreiches Projekt sieht er die Sanierung und den Umbau des Anwesens Marktplatz 7 zur Bürgerwerkstatt an. 2017 soll der Umbau fertig gestellt werden.


Leersttand beseitigt

Mit dem Förderprojekt "Synagoge Gleusdorf" wird ein Leerstand beseitigt und der Verfall eines Denkmals verhindert" erläuterte der Bürgermeister. Die Umsetzung soll 2018 erfolgen. Als Highlight für die Initiative Rodachtal nannte Dietz die Überreichung des mit 8000 Euro dotierten Staatspreises für den Erhalt der Baukultur durch Staatsminister Brunner im Oktober in München. "Dies ist Bestätigung und Motivation für die gemeinsamen Anstrengungen."
Dietz brachte das 50. Jubiläum der Grundschule Untermerzbach in Erinnerung mit dem tollen Umzug vom Rathaus zum Schulgebäude. Stolz sprach aus den Worten des Gemeindeoberhauptes, als er auf den Kreissieg der Gemeinde beim Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft, unser Dorf soll schöner werden", einging. Hier, und auch bei allen kommenden Aufgaben müsse man "am Ball" bleiben.

Nicht glücklich ist der Bürgermeister, dass die Bankfilialen von Sparkasse und Raiffeisen-Volksbank geschlossen wurden oder werden. "Das ist schmerzlich und unverständlich, zumal die sich mit dem Begriff "Partner der Kommunen" rühmen, aber ländliche Regionen verlassen."

Gemeinderat Gerald Karl (Bürgerblock, FWG) berichtete bei der Abschlusssitzung des Gemeinderats als Waldreferent von einem Waldgang in der Gemarkung Gereuth von einer kleinen Waldfläche von 1,5 Hektar. Hier stelle sich die Frage, ob nicht angrenzende Grün- und Ackerflächen aufgeforstet werden sollten. In Erwägung gezogen wurde auch eine Weihnachtsbaumkultur, wobei der waldbauliche Gedanke Vorrang haben müsse.
Im Recheldorfer Gemeindewald gab es Lose für Selbstwerber und von dort wurde Stammholz zur Submission gebracht. "Drei kapitale Eichen und 24 Kiefern fanden allesamt einen Käufer. Es wurden sehr gute Preise erzielt", sagte Karl: "Wir können mit dem Zustand unserer Gemeindewälder zufrieden sein."


Gut aufgestellt

Die acht Ortsfeuerwehren im Gemeindegebiet seine gut aufgestellt, sagte Feuerwehrreferentin Sandra Schramm (CSU). Alle Wehren konnten mit Kommandanten besetzt werden, was nicht überall gegeben sei. "Unsere 185 Aktiven der Ortswehren, darunter 21 Frauen, wurden zu 21 Einsätzen verschiedener Arten gerufen, Übungen wurden im monatlichem Turnus durchgeführt", sagte Schramm. 40 Atemschutzträger gebe es bei den Feuerwehren der Gemeinde und die Nachwuchsarbeit werde seit 2000 hervorragend durch eine gemeinsame Jugendfeuerwehr aktiviert und gefördert. In der Jugendfeuerwehr seien aktuell 26 Jugendliche tätig.
Über ein gelungenes Ferienprogramm konnte Gemeinderat Martin Mölter (SPD) als Jugendreferent berichten. "Wir hatten fast das gleiche Betreuerteam wie im letzten Jahr, was sich gut auswirkte", sagte er. Fünfmal habe man sich zur Vorbereitung getroffen. Über zwei Wochen hinweg wurden täglich um die 40 Kinder betreut. 2000 bis 3000 Euro an Kosten würden beim Ferienprogramm entstehen.


Eventuell Fördergelder

"Unser Ramba-Zamba-Festival fand zum achten Mal mit guten Bands statt. Es lief sehr gut, das Orga-Team arbeitet selbstständig", freute sich Mölter. "Wir müssen hier die Kosten im Auge behalten", meinte er. Dazu ergänzte Bürgermeister Helmut Dietz, dass es eventuell hierzu Fördergelder geben wird. "Wir prüfen das."
Der Jugendtreff am Container am Sportplatz sei etwas "eingeschlafen", berichtete Mölter weiter. Es fehle gegenwärtig am Potenzial. Erfreulich fand er, dass das Sportgelände von den Kindern eifrig genutzt werde. Ausgefallen ist die geplante Jugendversammlung.

Als Seniorenbeauftragte bedauerte Sandra Schramm die Probleme im Senioren- und Pflegeheim Gleusdorf. "Das beschäftigt die Bürger." Die Nachbarschaftshilfe, "Bürger helfen Bürgern" funktioniere gut, der Bedarf, auf eine solche zurückzugreifen, sei eher gering. Kleinere Hilfen wurden in Anspruch genommen. Erfreut zeigte sich Schramm über das Projekt "Generationenspielplatz" in Untermerzbach und über das dort installierte Outdoor-Fitnessgerät für Senioren. Positiv bewertete sie zwei Seniorentreffs in der Gemeinde, wobei die jeweiligen Leiter gute Arbeit leisten würden. "Das ist gerade für Alleinstehende sehr wertvoll."