Stimmengewirr am Eberner Mittelschulparkplatz. Ein ganzer Bus voll Reisender kehrt wieder zurück. Die Koffer scheinen in den letzten fünf Tagen schwerer geworden sein. Kein Wunder, sind sie doch gefüllt mit Jacken und Strümpfen, die nicht mehr gebraucht wurden, denn die 39 Reiseteilnehmer kehren aus dem überaus sommerlichen Budapest zurück.

Im Herzen Budapests


Eine neugierige Truppe von Gemeindemitgliedern aus Ebern, Jesserndorf und Holzhausen hatte sich fünf Tage zuvor aufgemacht, um die evangelisch-lutherische Gemeinde im Herzen Budapests zu besuchen. Die Reise war von der evangelischen Gemeinde in Ebern organisiert worden, um Interessierten die Möglichkeit zu geben, persönliche Kontakte zu Menschen der Gemeinde am Deák-Platz zu knüpfen und Budapest kennenzulernen. Das Programm war eine gelungene Mischung aus Städtereise und Begegnungsmöglichkeiten.
Mit Herzlichkeit wurde die Gruppe von den Budapester Gemeindemitgliedern aufgenommen und liebevoll bewirtet. Während die Übernachtungen in einem Hotel organisiert waren, kochten sie an allen drei Tagen in Budapest das Mittagessen und verwöhnten die Gruppe mit ihrer Gastlichkeit.

Enge Kontakte


Durch die langjährigen, engen Kontakte des Eberner Vikars Holger Manke zu den Pfarrern vor Ort konnte ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt werden, das die vielen Facetten des Lebens in der evangelisch-lutherischen Gemeinde am Deák-Platz widerspiegelte. Kaum zu glauben, dass die Reiseteilnehmer in so kurzer Zeit an einem Orgelkonzert, einer Stadtführung, zwei Podiumsgesprächen, einem Besuch der Markthalle und vielem mehr teilnahmen. Holger Mankes Sprachfertigkeit verhalf in allen Gesprächen zu gutem Verstehen. Ein Großteil der ungarischen Gastgeber sprach deutsch.
Einer der Höhepunkte der Reise war der Kantaten-Gottesdienst bei dem der Partnerschaftsvertrag zwischen der evangelisch-lutherischen Gemeinde in Ebern und der Gemeinde am Deák-Platz feierlich unterzeichnet wurde. Während für die Eberner Gemeidne Pfarrer Bernd Grosser und Vikar Manke sowie Katrin Ruppert für den Kirchenvorstand und Vertrauenfrau Gabi Genslein unterzeichneten, leisteten für die Gastgeber die Pfarrer Ferenc Cselovszky udn Eva Geröfi-Brebovszky, Kurator (so etwas wie der Vertrauensmann der Kirchengemeinde hierzulande) Jenö Solyom und sein Vertreter Peter Zalan die Unterschriften.
Die Reise war ein gelungener Schritt des gegenseitigen Kennenlernens und hat mit Sicherheit bei vielen den Wunsch geweckt, die Kontakte zu erhalten und zu vertiefen. Es ist schön zu sehen, dass die junge Partnerschaft lebendig bleibt, denn in der ersten Augustwoche wird eine Gruppe ungarischer Jugendlicher Ebern einen Gegenbesuch abstatten.