Der Mainathlon war nicht nur eine hervorragend organisierte Sportveranstaltung, durch ihn wurde auch die Infrastruktur auf der Mainhalbinsel verbessert. Der Eltmanner Bauausschuss nahm zu Beginn seiner Sitzung am Montag die neu installierten Elektrokästen am Sportgelände in Augenschein, die die Sportgemeinschaft (SG) Eltmann sowie Sponsoren finanzierten.

Gesicherte Versorgung

Zweiter Bürgermeister Hans-Georg Häfner (SPD), der die Installation federführend plante und leitete, erläuterte die jetzt gesicherte Stomversorgung ohne Zusatzaggregate. Solche Aggregate waren bisher nämlich für jede Veranstaltung nötig. Insgesamt vier Kästen wurden installiert, so dass sowohl für Bühnentechnik, als auch für Kühlungen oder sonstige Versorgungseinrichtungen bei großen Veranstaltungen ausreichend Strom zur Verfügung steht.
"Dann können jetzt auch zwei Flutlichtanlagen parallel angeschaltet sein", freute sich Dritter Bürgermeister Peter Klein (ÜPL). Bürgermeister Michael Ziegler (CSU) lobte das Engagement der SG, die neben der umfangreichen Investition auch Eigenleistung bei der Verlegung der Kabelverbindungen einbrachte. Eigentümer des Sportgeländes ist die Stadt, deshalb hatte der Bauausschuss die Kästen auch offiziell abzunehmen.

Grünes Licht

Natürlich keine Einwände hatte der Bauausschuss gegen den Bauantrag zur Generalinstandsetzung der Georg-Schäfer-Sporthalle. Die Halle ist im Eigentum des Landkreises Haßberge als Träger der Realschule, die Stadt Eltmann ist aber entsprechend den Nutzungsanteilen ihrer Schulen und Vereine an den laufenden wie den Investitionskosten beteiligt. Schon seit Jahren waren immer wieder größere Investitionen nötig, jetzt kamen Kreis und Stadt überein, ein Generalsanierungskonzept in Bauabschnitten zu erarbeiten, um auch in den Genuss von Fördermitteln zu kommen. Wenn die Generalsanierung so akzeptiert wird, sind die Umkleiden und Duschen der erste Schritt. Ein zweiter Abschnitt könnte dann das Auswechseln der Glasbauteile in der Sporthalle selbst sein, da damit auch der Energiebedarf der Halle deutlich gesenkt werden könnte.

Jugendraum Remise

Sehr erfolgreich ist die Jugendarbeit der "Sängerlust", deshalb bemühte sich die Stadt um einen Probenraum für den Kinder- und Jugendchor. Dieser scheint in der Remise der Stadthalle gefunden. Mittlerweile hat ein Akustiker und Bauphysiker den Raum überprüft und festgestellt, dass an der Decke keine Veränderungen nötig wären, lediglich die Raumecken könnten eventuell eine Auskleidung vertragen, um den Schall zu brechen. Chorleiterin Sonja Wißmüller wird die Probenarbeit im Herbst aufnehmen und dann rückmelden, ob noch Nachbesserungen nötig sind.
Möglichst noch in diesem Jahr soll mit der Umsetzung eines Blockheizkraftwerks für die städtischen Gebäude rund um den Marktplatz begonnen werden. Bürgermeister Michael Ziegler informierte den Bauausschuss, dass mittlerweile abgeklärt wurde, dass es derzeit keine Fördermittel für Blockheizkraftwerke gibt, allerdings zinsfreie Darlehen der KfW (Bankengruppe "Kreditanstalt für Wiederaufbau"). Geprüft wurde auch, ob ein Anschluss der Stadtpfarrkirche sinnvoll wäre.

Kirche bleibt außen vor

Das erscheint jedoch nicht wirtschaftlich, da im Gotteshaus die komplette Heizung umgebaut werden müsste. Bisher wird dort die übliche Bankheizung mit Strom betrieben. Der Bauausschuss beauftragte jetzt das Ingenieurbüro mit der Planung und Kostenermittlung. Bürgermeister Michael Ziegler würde am liebsten noch in diesem Jahr das Blockheizkraftwerk in der Stadthalle installieren, denn die Heizung dort muss dringend erneuert werden. Ob dann Rathaus, Ritz und das ehemalige Notariat noch in diesem Jahr, oder im Frühjahr 2016 angeschlossen werden, das wird die Planung zeigen. Alle diese städtischen Gebäude werden wie künftig das Blockheizkraftwerk mit Erdgas betrieben.