Über 25 motivierte junge Leute bilden die Jugendfeuerwehr Trossenfurt-Tretzendorf, die am Wochenende offiziell gegründet wurde. 19 der Jugendlichen waren anwesend, als der Kreisbrandmeister Johannes Krines (Sand) als Verantwortlicher für die Jugendarbeit über den Sinn und Zweck von Jugendfeuerwehren informierte. Trossenfurt-Tretzendorf ist die 50. Jugendgruppe im Landkreis.

Wie viele Feuerwehren im Landkreis sorgen sich auch die Verantwortlichen in Trossenfurt und Tretzendorf um den Nachwuchs. Deshalb starteten sie eine dreistufige Werbeaktion. Michael Thomann, der die Jugendwehr mit Sven Ankenbrand betreuen wird, ließ zunächst Flyer in alle Haushalte verteilen. Es folgte eine Plakataktion unter dem Maibaum, und schließlich sprachen er und seine Mitstreiter alle 67 Jugendlichen zwischen zwölf und 18 Jahren in Trossenfurt, Tretzendorf und Hummelmarter persönlich an. Gut 25 von ihnen zeigten Interesse, und die meisten haben an den drei Übungen teilgenommen, die bisher schon stattfanden. "Die Zahl war sehr stabil, deshalb gehen wir davon aus, dass die auch bei der Stange bleiben. Ein paar haben sogar noch angekündigt, dass sie dazu kommen wollen", freut sich Michael Thomann.

Viele Mädchen machen mit

Diese Freude teilen der Vereinsvorsitzende Martin Weierich, der Kreisbrandinspektor Georg Pfrang und Kreisbrandmeister Robert Dürr. Sie alle kamen zur Gründung und unterstrichen damit, wie wichtig Jugendfeuerwehren sind. Georg Pfrang freute sich über den hohen Mädchen-Anteil. In der Jugendfeuerwehr zu sein, das bedeute eine sinnvolle Freizeitgestaltung, die Erfahrung von Gemeinschaft, und es zeige den Willen, später gut ausgebildet in der Feuerwehr Dienst zu tun.

Johannes Krines zeigte auf, was auf Kreisebene für die Jugendgruppen geboten wird. Spaß und Ausbildung halten sich dabei immer gut die Waage, sind meist verbunden. Er zeigte Bilder von der "Blaulicht-Party" in Unterpreppach, von Ausflügen, der Orientierungsfahrt quer durch den Landkreis, die immer zum Kreisfeuerwehrtag stattfindet, und vom "Action-Day". Alle zwei Jahre treffen sich Jugendfeuerwehren aus ganz Unterfranken zu diesem Wettbewerb. 2012 nahmen erstmals fünf Gruppen aus dem Landkreis Haßberge teil; Eltmann, Prappach und Sand belegten prompt die ersten drei Plätze. Im nächsten Jahr richtet die Sander Feuerwehr den "Action-Day" aus.

Enormen Zulauf hat das Zeltlager, das übernächste Woche beginnt und zu dem sich in diesem Jahr 111 Jugendliche aus 13 Jugendfeuerwehren angemeldet haben. Auch einige aus Trossenfurt-Tretzendorf wollen gemeinsam mit Michael Thomann teilnehmen.

Einstimmig nahmen die Jugendlichen die Jugendordnung an. Damit sind sie eine "ordentliche" Jugendfeuerwehr mit selbstständigem Status innerhalb der Feuerwehr Trossenfurt-Tretzendorf. Als Jugendsprecher wählten die Nachwuchskräfte Maximilian Benkert und Anna Stappenbacher.

Zweiter Bürgermeister Hans Albert, der einst selbst in der Jugendfeuerwehr begann, freute sich über eine so große Gruppe, die offensichtlich mit viel Freude bei der Sache ist. Er versprach aus eigener Erinnerung, dass es bei der Feuerwehr spannend ist, "aber auf die Leistungsabzeichen müsst ihr schon büffeln. Ich erinnere mich noch gut an die Jugendleistungsspange - die war eindeutig schwerer als später Gold-Rot", zwinkerte er.

Wer Lust hat, sich der Jugendfeuerwehr anzuschließen, kann sich mit Michael Thomann, Kommandant Thomas Keller, Sven Ankenbrand oder Martin Weierich in Verbindung setzen.